LH Sausgruber: Steigende Einwohnerzahl in Vorarlberg

Aktueller Bericht der Landesstelle für Statistik

Bregenz (VLK) - Mit Stichtag 30. September 2003 zählte
Vorarlberg 372.800 Einwohner, 357.300 Personen mit einem Hauptwohnsitz und 15.500 mit einem weiteren Wohnsitz in
einer Vorarlberger Gemeinde. Vor einem Jahr betrug die
Einwohnerzahl 369.200 Personen, 354.900 mit einem
Hauptwohnsitz und 14.300 mit einem weiteren Wohnsitz. Die
Zunahme der Wohnbevölkerung mit Hauptwohnsitz beträgt 2.400 Personen, die weiteren Wohnsitze haben um 1.200 Personen
zugenommen. Das geht aus dem aktuellen Bericht der
Landesstelle für Statistik hervor, den Landeshauptmann

Herbert Sausgruber, heute, Donnerstag, präsentierte. ****

Knapp zwei Fünftel dieser Erhöhung stammt aus der
natürlichen Bevölkerungsbewegung. Der Geburtenüberschuss
betrug in den vergangenen zwölf Monaten rund 1.400
Personen, 2.200 Personen sind zugewandert, von denen 1.000
in Vorarlberg einen Hauptwohnsitz begründeten und 1.200
einen weiteren Wohnsitz. Die Wanderungstätigkeit nach
Vorarlberg ist also nach wie vor relativ groß.

E i n w o h n e r Hauptwohn- weiterer Wohnsitz gesamt sitz Stand 30.9. 2002 354.936 14.302 369.238 Geburtenüberschuss 1.380 - 1.380 Wanderungssaldo 1.008 1.165 2.173 Stand 30. 9. 2003 357.324 15.467 372.791

Dieser Einwohnerzuwachs verteilt sich ziemlich
gleichmäßig auf die einzelnen Talschaften. Im Rheintal hat
die Zahl der Hauptwohnsitze um 0,8 Prozent zugenommen, im
Walgau einschließlich Klostertal und Brandnertal ebenfalls
um 0,8 Prozent, im Bregenzerwald um 0,2 Prozent und im Kleinwalsertal um 1,2 Prozent. Im Großen Walsertal und im
Montafon hat sich die Wohnbevölkerung seit September 2002
nicht verändert. Die weiteren Wohnsitze haben im Großen
Walsertal mit 19 Prozent am stärksten zugenommen, und zwar
vor allem in Blons. Im Walgau betrug die Erhöhung zehn
Prozent, im Rheintal 8,5 Prozent, im Bregenzerwald 6,5
Prozent, im Montafon fünf Prozent und im Kleinwalsertal
drei Prozent.

Der Anteil der Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ist
innerhalb des Landes verschieden. Im Rheintal haben 97
Prozent der gemeldeten Einwohner auch den Hauptwohnsitz
dort. Im Bregenzerwald und Großen Walsertal sind es
gleichfalls je 97 Prozent, im Montafon aber nur 94 Prozent,
im Walgau einschließlich Brandnertal und Arlberggebiet 93
Prozent und im Kleinwalsertal 83 Prozent.

Einwohner mit Hauptwohnsitz Regionen 30. September 30. September Veränderung 2002 2003 in % Arlberg/Klostertal 4.764 4.821 + 1,2 Bregenzerwald 29.533 29.587 + 0,2 Brandnertal 1.282 1.249 - 2,6 Großes Walsertal 3.445 3.446 + 0,0 Kleinwalsertal 4.863 4.919 + 1,2 Leiblachtal 13.838 13.930 + 0,7 Montafon 16.546 16.545 - 0,0 Walgau 47.310 47.716 + 0,9 Rheintal 233.355 235.111 + 0,8 VORARLBERG 354.936 357.324 + 0,7

Der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung ist auf 12,9
Prozent gesunken; vor einem Jahr betrug dieser noch 13,1
Prozent. Die Zuwanderung von Ausländern hat nachgelassen; gleichzeitig hat die Zahl der Ausländer durch die Staatsbürgerschaftsverleihungen abgenommen. Dieser Rückgang
trifft beinahe ausschließlich die Türken und Angehörigen
eines Nachfolgestaates des ehemaligen Jugoslawien. Die Zahl
der Türken sank von 17.500 im September 2002 auf 16.500 im September 2003, um sechs Prozent, die Zahl der
Staatsangehörigen eines Nachfolgestaates des ehemaligen
Jugoslawien von 15.400 auf 14.900, um 3,5 Prozent.
Zugenommen haben die EU-Bürger in Vorarlberg. Ihre Zahl
stieg von 8.600 Personen im September 2002 auf 9.300 im
September 2003, um acht Prozent. Positiv war die
Entwicklung bei den Staatsangehörigen der Schweiz. Ihre
Zahl stieg von 1.270 Personen im September 2002 auf 1.330
im September 2003, um fünf Prozent. Die Zahl der
Liechtensteiner, die in Vorarlberg ihren Hauptwohnsitz
haben, hat sich in den vergangenen zwölf Monaten nicht
verändert.

Unter den Einwohnern mit einem weiteren Wohnsitz in
Vorarlberg ist die Ausländerquote deutlich höher. Sie
beträgt 29 Prozent. Von den 15.500 Personen mit einem
weiteren Wohnsitz sind 4.500 fremde Staatsangehörige, mehr
als drei Fünftel davon sind deutsche Staatsbürger, nämlich
2.820. Die meisten haben ihre Zweitwohnsitze in den Tourismusgebieten des Landes begründet. Die zweitgrößte
Gruppe unter den Personen mit einem weiteren Wohnsitz
bilden die Angehörigen eines Nachfolgestaates des
ehemaligen Jugoslawien; es sind dies 307 Personen, ein
Anteil von sieben Prozent. Es folgen die Schweizer mit 290
weiteren Wohnsitzen, die Italiener mit 150, die Türken mit
120 und die Liechtensteiner mit rund 80 Personen.

Die Rangordnung der zehn größten Gemeinden hat sich
nicht verändert. Sie lautet:

Gemeinden Hauptwohnsitz Weiterer Wohnsitz Gesamt Dornbirn 43.107 1.147 44.254 Feldkirch 29.316 1.418 30.734 Bregenz 26.922 1.470 28.392 Lustenau 20.187 373 20.560 Bludenz 14.015 601 14.616 Hohenems 14.138 211 14.349 Hard 11.669 569 12.238 Rankweil 11.353 183 11.536 Götzis 10.268 211 10.479 Lauterach 8.913 232 9.145

(so/ug,nvl)

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