Bauindustrie zur LKW-Mautdebatte: VIBÖ kritisiert pauschale Preissteigerungsprognosen

Wien (OTS) - Als zu undifferenziert und wenig realistisch qualifiziert die VIBÖ - Vereinigung Industrieller Bauunternehmungen Österreichs - die jüngsten Beiträge einzelner Branchen- und Regionalverbände zur Frage, welche Teuerungseffekte mit der fahrleistungsabhängigen LKW-Maut ab Jahresbeginn 2004 verbunden sein werden.

Frei nach dem Motto "Wer bietet mehr?" scheinen sich zurzeit manche Unternehmer-Vertreter mit überzogenen Kostenprognosen überbieten zu wollen. Meist beruhen diese Kostenschätzungen jedoch nur auf Umfragen, in denen betroffene Unternehmer ihre subjektiven Meinungen und Erwartungen wiedergeben, so die VIBÖ. Außerdem würde vielfach mit den prognostizierten Steigerungsraten der reinen Transportkosten argumentiert, um signifikante Erhöhungen propagieren zu können. Die für die Öffentlichkeit letztlich relevante Frage wäre jedoch der Teuerungseffekt der Endprodukte, und dieser läge im Promille- und nicht im Prozentbereich. So bestätige etwa eine umfangreiche Untersuchung des WIFO aus dem Vorjahr, dass sich der Teuerungseffekt für Endprodukte mit durchschnittlich rund + 0,2 % in durchaus vertretbaren Grenzen hält.

Natürlich seien die Kosteneffekte aufgrund der unterschiedlichen Transportkostenanteile einzelner Produkte und der unterschiedlichen Lage der Produktionsstandorte nicht für alle Produkte gleich, sodass einzelne Unternehmungen sicherlich auch stärker betroffen sein können. Gerade deswegen wären jedoch pauschale Preissteigerungsprognosen für ganze Branchen oder Regionen wenig stichhaltig, meint die VIBÖ.

Zudem kritisiert die VIBÖ die einseitige Argumentation der Mautgegner: "Jeder redet nur von den Kosten, die positiven Effekte des mautfinanzierten Straßenausbaus werden demgegenüber negiert", bedauert VIBÖ-Präsident Pöchhacker. Dabei bedeute ein leistungsfähiges und sicheres Verkehrsnetz nicht nur volkswirtschaftlich positive Effekte (z.B. Reduktion der Unfallkosten), sondern biete auch handfeste Vorteile für die Frächter (geringere Staukosten, weniger Treibstoffverbrauch, reduzierter Reifenverschleiß etc.).

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