Industriellenvereinigung: Konjunkturentwicklung leicht positiv

Bei Road Pricing würden Transportkosten um 9,63 Prozent steigen

St. Pölten (NLK) - "Die Stimmung der Weltwirtschaft ist etwas besser und die internationalen Finanzmärkte erholen sich", sagte heute der Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Dipl.Ing. Michael Salzer, bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. Dieser moderate Optimismus habe auch auf Europa übergegriffen. Auch in den niederösterreichischen Industriebetrieben würden die Zeichen auf Erholung stehen, meinte Salzer. Das Konjunkturbarometer, ein Mittelwert aus der gegenwärtigen Geschäftslage und jener in sechs Monaten, befinde sich wieder im Aufwärtstrend, auch der Saldo der derzeitigen Geschäftslage habe leicht ins Positive umgeschlagen. Der österreichische Export leide aber immer noch - wie in anderen EU-Ländern auch - unter dem hohen Kurs der Gemeinschaftswährung. Die Einschätzung der Verkaufspreise in drei Monaten, so Salzer, würde hingegen zu den weniger erfreulichen Ergebnissen der Umfrage zählen:
Denn knapp ein Viertel der Unternehmen rechne mit einer weiteren Preisreduktion; nur ein Prozent könne sich vorstellen, dass die Preise wieder anziehen. "Damit sind wir auf einem gesamtösterreichischen Niveau", stellte Salzer fest. Im Vergleich zum letztem Quartal habe sich der Beschäftigtenstand der Unternehmen nur minimal verbessert.

Dr. Fritz Wedorn, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Niederösterreich, beschäftigte sich mit dem Road Pricing ab 1. Jänner 2004: "In Niederösterreich rechnen die Unternehmen, dass die direkten Transportkosten um 9,63 Prozent steigen werden." Dazu würden durch Ausgaben für die Verwaltung oder durch neue EDV-Programme zwischen 4,5 und 5,5 Prozent indirekte Transportkostenerhöhung kommen, so dass man österreichweit mit 13 bis 14 Prozent an Erhöhungen rechne. Als Reaktion auf die Mauteinführung bei Lkw würde fast die Hälfte der niederösterreichischen Unternehmen eine Steigerung der Effizienz bei der Logistik anstreben. Etwa 22 Prozent würden überlegen, ihre Transporte auf andere Verkehrsträger, vor allem auf die Schiene, zu verlegen. Grundsätzlich bekenne sich die Industrie zwar zum Road Pricing, aber das Problem sei nur "im internationalen Gleichklang" zu lösen.

An der von der Industriellenvereinigung Niederösterreich durchgeführten Konjunkturbefragung nahmen 49 Unternehmen mit 18.403 Mitarbeitern teil; das entspricht rund einem Drittel der Industriebeschäftigten des Bundeslandes.

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