Cabana: Geplanter Wegfall der Chefarztpflicht für Medikamente wird von Apothekern begrüßt

Mehr Zeit für Patientenberatung in Gesundheits- und Vorsorgefragen

Wien (OTS) - "Die von Frau Gesundheitsministerin Maria
Rauch-Kallat angekündigte Abschaffung der Chefarztpflicht von Medikamenten ist ein wichtiger Schritt in Richtung Vereinfachung des Verwaltungsaufwandes im Gesundheitswesen", betont der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer Mag.pharm. Dr. Herbert Cabana anlässlich des Reformdialogs Gesundheit in der Wiener Hofburg.

Cabana, der in seiner Apotheke im direkten Kontakt mit Kunden und Patienten steht, weiter: "Es kommt täglich vor, dass Patienten mit chefarztpflichtigen Rezepten zu uns kommen, die noch nicht genehmigt sind. Durch den geplanten Wegfall der Chefarztpflicht für Medikamente profitieren die Patienten doppelt: einerseits brauchen sie nicht mehr zum Chefarzt gehen, und sparen damit Zeit, andererseits gewinnt auch der Apotheker durch weniger Verwaltungsaufwand wertvolle Zeit für den Patienten. So wird Zeit frei, die Kernkompetenz des Apothekers weiter auszubauen - nämlich die Beratung der Kunden und Patienten in allen Fragen rund um Medikamente, Gesundheit und Wohlbefinden. Dadurch können die Apotheker einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der Präventionsmaßnahmen leisten, die von Bundesministerin Rauch-Kallat als zentraler Inhalt im Rahmen der Reform des Gesundheitswesens definiert wurden." Auch für die Apotheker steht der Mensch im Mittelpunkt aller Gesundheitsbemühungen. Die persönliche "Gesundheitsberatung" durch den Apotheker fördert das Umdenken und die Selbstverantwortung der Bevölkerung.

Zwei weitere vom Bundesministerium für Gesundheit geplante Maßnahmen, die reduzierte Rezeptgebühr für Generika und der Ausdruck der Medikamentenkosten auf dem Apotheken-Kassenbon, können bereits von rund 2/3 der Apotheken technisch umgesetzt werden. "Basis für die Abrechnung von zweierlei Rezeptgebühren ist jedoch eine klare, gesetzliche Definition aller betroffenen Generika", erklärt Cabana. "und Voraussetzung für eine Umsetzung dieser vom Ministerium gewünschten Maßnahmen ist eine ausreichende Vorlaufzeit zur technischen Adaption."

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