ORF: Mücks Rechtfertigungen sind für Darabos "völlig lachhaft"

Alibihafte Erwähnung der Opposition in einem Nebensatz macht einen Bericht noch nicht ausgewogen

Wien (SK) "Völlig lachhaft" sind für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos die Rechtfertigungsversuche von ORF-Chefredakteur Mück für die gestrige Berichterstattung in den "Zeit im Bild"-Sendungen, "die jegliche Objektivität vermissen ließen". "Die alibihafte Erwähnung der Opposition in einem Nebensatz macht einen Bericht noch nicht ausgewogen", so Darabos gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Mücks Behauptung, dass die Haltung der SPÖ sowohl beim Thema Gesundheitsreform als auch beim Thema Steuerreform gebührend zum Ausdruck gebracht worden sei, sei geradezu absurd. Um dies festzustellen, reiche ein kurzer Blick in die Abschrift der gestrigen Berichte. ****

Im "ZiB 1"-Bericht zum Thema Gesundheitsreform wird die SPÖ im letzten Satz wie folgt erwähnt: "SPÖ und Grüne sehen als wichtigste Forderung ein Nein zu weiteren Selbstbehalten." Im "ZiB 1"-Bericht über die Steuerreform findet sich lediglich in einem Nebensatz die Erwähnung, dass die Vorschläge von Finanzstaatssekretär Finz "Anklang bei der Opposition" fänden. In der "ZiB 2" schließlich wird die SPÖ überhaupt nicht erwähnt - "wenn man von einem Seitenhieb absieht, den ÖVP-Klubobmann Molterer in seinem sehr langen Interview in Richtung SPÖ austeilen durfte", so Darabos. "Wenn Herr Mück weiterhin an dieser Art von einseitigem Verlautbarungsjournalismus festhält, darf er sich nicht wundern, wenn die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiter sinkt und die Quoten noch tiefer in den Keller rasseln", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. (Schluss) ml

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