ÖH sieht große Gefahren durch die Auflösung der Fakultäten

Zusammenarbeit wird zu Konkurrenz - Nachteile für Studierende

Die ÖH(Österreichische HochschülerInnenschaft) befürchtet, dass es durch die Auflösung der Fakultäten an der Uni Wien und durch die Umbildung in wenige Organisationseinheiten zu einer konkurrierenden Machtkonzentration zwischen den Einheiten kommen wird, weil aus 100 Instituten angeblich nur 7 Organisationseinheiten gemacht werden sollen.

Verschlechterungen für Studierende

"Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass diese Zusammenlegung der Fakultäten in wenige Organisationseinheiten für Studierende massive Nachteile mit sich bringt. Studierende werden auf noch dichtere bürokratische Hürden stoßen, da dieser Andrang nicht mehr administrierbar sein wird. Des weiteren werden Studienpläne künftig nicht mehr am Institut beschlossen, sondern im Senat, was aus unserer Sicht zu Verschlechterungen im Curriculum führen wird, da nicht mehr sichergestellt ist, dass ExpertInnen direkt vom Institut damit beauftragt sind." erklärt Ralph Schallmeiner, Vorsitzteam der ÖH "Grundsätzlich bleibt die Frage offen, ob man sich nicht mehr Zeit nehmen will, um diese Strukturen zu überdenken und zu schauen, dass Uni-Angehörige in diesen Prozess miteinbezogen werden."

Konkurrenzdenken wird verstärkt

"Ungeachtet der einschneidenden Verschlimmerungen für Studierende, die diese Umbildung mit sich bringen, wird es zwischen diesen Organisationseinheiten zu einem noch nie dagewesenen Konkurrenzdenken kommen. Jede Einheit wird damit beschäftigt sein, für sich das beste rauszuholen. Aufgrund der geringen Anzahl von Einheiten, wird die Macht unter wenigen verteilt. Der Rektor, beziehungsweise die verschiedenen Dekane werden derart aufwertet, dass sie allein über `sein oder nicht sein` bestimmen können. Dies stellt eine gefährliche Machtzentrierung dar." so Patrice Fuchs, aus dem Vorsitzteam der ÖH.

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