LKW-Maut: Autostrade zu Einstieg in Deutschland bereit

Österreichische Maut kommt pünktlich zu Jahreswechsel

Wien (OTS) - Performance entscheidend

"Offiziell wurde an Autostrade bisher nicht herangetreten", dementierte auf Anfrage zahlreicher Medien heute der Geschäftsführer der österreichischen EUROPPASS LKW-Mautsystem GmbH, Peter Newole, Gerüchte über einen unmittelbar bevorstehenden Einstieg des italienischen Autostrade-Konzerns in Deutschland. Gleichzeitig bekräftigte Newole in seiner Funktion als Verwaltungsrat der Autostrade International, Rom: "Wir würden uns sicher nicht verweigern - vielmehr wäre es sehr reizvoll, die jahrzehntelange Erfahrung des Autostrade-Konzerns im Mautgeschäft auch in Deutschland einzubringen. Entscheidend sind bei einem Mautsystem vor allem vier Kriterien:

  • Kosteneffizienz (Verhältnis Mauteinnahmen : Systemkosten)
  • Enforcementrate (Erfassung von Mautprellern)
  • Nutzerfreundlichkeit
  • Realisierungszeit

In allen vier Kriterien ist das österreichische Mautsystem bei weitem vorteilhafter als das derzeit in Deutschland angepeilte System und könnte dem Staat erhebliche Mehreinnahmen sichern", so Newole weiter. "Wir sind sicher, dass wir der deutschen Regierung ein äußerst interessantes Angebot für eine sehr gute Lösung der dramatischen Probleme machen könnten. Dieses Angebot werden wir aber korrekterweise nicht über die Medien mitteilen."

GO-Boxen verpflichtend

In Österreich kosten die "GO-Boxen", so die Bezeichnung der Fahrzeuggeräte, lediglich 5 Euro. Im Gegensatz zu Deutschland ist für die Montage kein Eingriff in die Elektronik oder ein Aufenthalt des LKWs oder Busses in einer Werkstätte erforderlich. Die Fahrzeuggeräte werden vom Fahrer selbst an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht. Bezahlt werden kann die Maut ausschließlich über die GO-Box per Tank- oder Kreditkarte im Nachhinein. "In Österreich ist es nicht nötig und auch gar nicht möglich, eine Fahrstrecke per Internet oder Terminal zu kaufen. Vielmehr ist die GO-Box verpflichtend mitzuführen. Wer zu spät oder gar nicht bestellt, muss zu Jahreswechsel bei der Einfahrt nach Österreich stundenlange Stauzeiten an den Vertriebsstellen in Kauf nehmen", warnte Newole.

3 Schritte zur GO-Box

Drei Schritte seitens des Unternehmens sind für den Bezug der GO-Box notwendig: erstens festzustellen, welche Fahrzeuge ein höchstzulässiges Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen aufweisen. Zweitens mit dem Mautrechner (www.go-maut.at) die jährlich anfallende Maut in Österreich schätzen und mit Tank- oder Kreditkartenfirma über die Abrechnung sprechen (Achtung: unterschiedliche Verfahren pro Karte, die Bearbeitung bei Kartenherausgebern kann einige Wochen in Anspruch nehmen!). Drittens EUROPPASS kontaktieren: per Telefon: 0800 400 11 400, per Fax 0800 400 11 444 oder via Internet unter http://www.go-maut.at.

Der Appell, rechtzeitig die Fahrzeuggeräte zu bestellen, wurde in Österreich sogar in der rechtlichen Basis der fahrleistungsabhängigen Maut, der Mautordnung, verankert - dort heißt es wörtlich, jeder von der Maut betroffene Nutzer des österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetzes habe "tunlichst darauf zu achten sich frühzeitig, jedoch möglichst bis 1.12.2003 über die in Punkt 5.2. Mautordnung Teil B genannten Vertriebswege

  • zum Post Pay Verfahren anzumelden oder
  • sich mit einer GO-Box im Pre-Pay Verfahren auszurüsten wobei erst ab Inbetriebnahme des Mautsystems die Verpflichtung zum Mitführen dieser bei Befahren der Straße besteht"

"Wir werden pünktlich mit 1. Januar 2004 in Betrieb gehen. Wer dann eine GO-Box hat, wird fahren, wer keine hat, wird stehen", so Newole abschließend.

Weitere Informationen im Internet: http://www.go-maut.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Rudolf Kaschnitz, Unternehmenskommunikation
EUROPPASS LKW-Mautsystem GmbH
Am Europlatz 1, A-1120 Wien
r.kaschnitz@europpass.at
Telefon: 0043 1 955 50 - 820
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