- 23.10.2003, 14:01:43
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ALPHA Österreich: Programmvorschau vom 27. bis 31. Oktober
Wien (OTS) - ALPHA Österreich, das ORF-Programmfenster in
BR-alpha, dem Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, hat von
Montag, dem 27., bis Freitag, den 31. Oktober 2003, um 21.00 Uhr
folgende Sendungen auf dem Programm:
Montag, 27. Oktober:
"Anständig sterben - Interview mit Fritz Leitner"
Beteiligte sprechen über ihre Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg.
Franz Leitner war als 15-Jähriger im KZ Buchenwald untergebracht und
hat dort die Schrecken miterlebt. In dieser Dokumentation spricht er
das erste Mal über seine Erlebnisse dieser Zeit.
"Papa Gruber - Ein Märtyrer des österreichischen Widerstands"
Nur wenige Kilometer vom KZ Mauthausen entfernt lag das
Vernichtungslager Gusen, von Insassen als "Hölle der Höllen"
bezeichnet.
55 Jahre nach dem Ende des Naziregimes erinnern sich Zeitzeugen, die
den Aufenthalt in Gusen überlebt haben, an den Mann, der manchen von
ihnen das Leben gerettet hat und sein eigenes schließlich lassen
musste: Dr. Johann Gruber, Priester aus Grieskirchen. Schon 1933
hatte er sich gegen einen möglichen Anschluss Österreich an
Deutschland ausgesprochen. 1940 wird er nach Dachau deportiert und
wenig später in das KZ Mauthausen-Gusen überstellt. In den Jahren
1942 bis 1944 versuchte er illegale Kontakte nach Wien bzw. Linz
aufzubauen, um Geld und damit Nahrung für seine "Schützlinge"
aufzutreiben. Sein Ziel war es, Deportierte vor dem sicheren Tod im
Steinbruch zu retten. Einige von denen, die ihn gekannt haben,
kämpfen für seine Seligsprechung. Ein Beitrag von Ruth Deutschmann
"Ein Kind des Widerstands - Käthe Recheis"
Die Schriftstellerin und Jugendbuchautorin Käthe Recheis hat ihre
Erlebnisse in "Lena, das Dorf und der Krieg" niedergeschrieben. Ein
katholischer Priester hat schon früh auf die Gräuel des Zweiten
Weltkriegs hingewiesen. Ein Beitrag von Gundi Lamprecht.
Dienstag, 28. Oktober: "Plötzlich und unerwartet"
"... ich glaube, wenn ich sterbe, so möchte ich lieber zu Hause
sterben", sagt Walter Neuhaus: Seit kurzem weiß er, dass er Krebs im
Endstadium hat. In vielen Fällen kommt der Tod nicht plötzlich und
unerwartet. Es ist der angekündigte, lange erwartete Tod, der den
Kranken und seinen Angehörigen Schwierigkeiten macht. Denn Sterben
ist in unserer Gesellschaft kein Thema. Der Tod wird aus den normalen
Lebensbezügen ausgelagert. Sterbende werden häufig in Krankenhäuser
und Pflegeanstalten abgeschoben. Doch Bedingungen für ein
menschenwürdiges Sterben lassen sich durch Hilfe von Fachleuten auch
daheim herstellen. Im Herbst 1989 nahm ein mobiles Hospizteam nach
dem Vorbild der englischen Hospizbewegung seine Arbeit in Wien auf.
Diese Dokumentation ist ein Plädoyer für ein Sterben in Würde und die
Enttabuisierung des Todes. Eine Dokumentation von Herbert Link.
Mittwoch, 29. Oktober: "Die gewisse Zeit - Krebskranke sprechen übers
Sterben"
In unserer Gesellschaft ist der Tod meist tabu. Heute stirbt man
nicht mehr zu Hause, sondern in sterilen, gekachelten Räumen, umgeben
von Maschinen statt von Menschen. "Die gewisse Zeit" ist eine
Weiterführung der am 28. Oktober gezeigten Dokumentation. Herbert
Link zeigt anhand dreier Krebskranker die Zeit des Abschiedsnehmens,
des Sterbens und der Trauer. Eine Dokumentation von Herbert Link.
Donnerstag, 30. Oktober: "Ein Mea Culpa für den Ketzerhammer - Vom
neuen Misstrauen zwischen Katholiken und Protestanten"
Vor 400 Jahren führte der Anspruch der römischen Kirche auf die
alleinige Glaubenswahrheit zur gewaltsamen Unterdrückung des
Protestantismus in Innerösterreich. Wer sich weigerte, dem
protestantischen Glauben abzuschwören, musste seine Heimat verlassen.
Ausgewanderte Kärntner Bergknappen wurden solcherart zu Gründern von
Freudenstadt in Württemberg. Der erste Pfarrer der Stadt war ein
Villacher. Der lutherische Alterzbischof Oskar Sakrausky hat im
evangelischen Diözesanmuseum in Fresach Zeugnisse des evangelischen
Glaubens aus der Zeit vor und nach der Gegenreformation gesammelt.
Freitag, 31. Oktober: "Klingendes Österreich: Aus dem Tiergarten
Schönbrunn" (Teil 2)
Im Regenwald, in der Wüste, bei den Tigern, Elefanten, Pandabären
und Pinguinen ist die Sendung "Klingendes Österreich" dieses Mal zu
finden. Sepp Forcher wird von Tiergartendirektor Dr. Helmut Pechlaner
begeitet. Dem Anlass entsprechend bereichern Musikgruppen aus allen
Bundesländern und aus Südtirol die Sendung.
ALPHA Österreich, das ORF-Fenster in BR-alpha, dem
Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, kann über die
Satelliten ASTRA 1C (analog) und ASTRA 1H (digital) europaweit
empfangen werden: Montag bis Freitag von 21.00 bis 21.45 Uhr, in ORF
TELETEXT auf Seite 308 und im Internet unter http://tv.ORF.at/alpha.
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