ALPHA Österreich: Programmvorschau vom 27. bis 31. Oktober

Wien (OTS) - ALPHA Österreich, das ORF-Programmfenster in
BR-alpha, dem Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, hat von Montag, dem 27., bis Freitag, den 31. Oktober 2003, um 21.00 Uhr folgende Sendungen auf dem Programm:

Montag, 27. Oktober:

"Anständig sterben - Interview mit Fritz Leitner"

Beteiligte sprechen über ihre Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg. Franz Leitner war als 15-Jähriger im KZ Buchenwald untergebracht und hat dort die Schrecken miterlebt. In dieser Dokumentation spricht er das erste Mal über seine Erlebnisse dieser Zeit.

"Papa Gruber - Ein Märtyrer des österreichischen Widerstands"

Nur wenige Kilometer vom KZ Mauthausen entfernt lag das Vernichtungslager Gusen, von Insassen als "Hölle der Höllen" bezeichnet.
55 Jahre nach dem Ende des Naziregimes erinnern sich Zeitzeugen, die den Aufenthalt in Gusen überlebt haben, an den Mann, der manchen von ihnen das Leben gerettet hat und sein eigenes schließlich lassen musste: Dr. Johann Gruber, Priester aus Grieskirchen. Schon 1933 hatte er sich gegen einen möglichen Anschluss Österreich an Deutschland ausgesprochen. 1940 wird er nach Dachau deportiert und wenig später in das KZ Mauthausen-Gusen überstellt. In den Jahren 1942 bis 1944 versuchte er illegale Kontakte nach Wien bzw. Linz aufzubauen, um Geld und damit Nahrung für seine "Schützlinge" aufzutreiben. Sein Ziel war es, Deportierte vor dem sicheren Tod im Steinbruch zu retten. Einige von denen, die ihn gekannt haben, kämpfen für seine Seligsprechung. Ein Beitrag von Ruth Deutschmann

"Ein Kind des Widerstands - Käthe Recheis"

Die Schriftstellerin und Jugendbuchautorin Käthe Recheis hat ihre Erlebnisse in "Lena, das Dorf und der Krieg" niedergeschrieben. Ein katholischer Priester hat schon früh auf die Gräuel des Zweiten Weltkriegs hingewiesen. Ein Beitrag von Gundi Lamprecht.

Dienstag, 28. Oktober: "Plötzlich und unerwartet"

"... ich glaube, wenn ich sterbe, so möchte ich lieber zu Hause sterben", sagt Walter Neuhaus: Seit kurzem weiß er, dass er Krebs im Endstadium hat. In vielen Fällen kommt der Tod nicht plötzlich und unerwartet. Es ist der angekündigte, lange erwartete Tod, der den Kranken und seinen Angehörigen Schwierigkeiten macht. Denn Sterben ist in unserer Gesellschaft kein Thema. Der Tod wird aus den normalen Lebensbezügen ausgelagert. Sterbende werden häufig in Krankenhäuser und Pflegeanstalten abgeschoben. Doch Bedingungen für ein menschenwürdiges Sterben lassen sich durch Hilfe von Fachleuten auch daheim herstellen. Im Herbst 1989 nahm ein mobiles Hospizteam nach dem Vorbild der englischen Hospizbewegung seine Arbeit in Wien auf. Diese Dokumentation ist ein Plädoyer für ein Sterben in Würde und die Enttabuisierung des Todes. Eine Dokumentation von Herbert Link.

Mittwoch, 29. Oktober: "Die gewisse Zeit - Krebskranke sprechen übers Sterben"

In unserer Gesellschaft ist der Tod meist tabu. Heute stirbt man nicht mehr zu Hause, sondern in sterilen, gekachelten Räumen, umgeben von Maschinen statt von Menschen. "Die gewisse Zeit" ist eine Weiterführung der am 28. Oktober gezeigten Dokumentation. Herbert Link zeigt anhand dreier Krebskranker die Zeit des Abschiedsnehmens, des Sterbens und der Trauer. Eine Dokumentation von Herbert Link.

Donnerstag, 30. Oktober: "Ein Mea Culpa für den Ketzerhammer - Vom neuen Misstrauen zwischen Katholiken und Protestanten"

Vor 400 Jahren führte der Anspruch der römischen Kirche auf die alleinige Glaubenswahrheit zur gewaltsamen Unterdrückung des Protestantismus in Innerösterreich. Wer sich weigerte, dem protestantischen Glauben abzuschwören, musste seine Heimat verlassen. Ausgewanderte Kärntner Bergknappen wurden solcherart zu Gründern von Freudenstadt in Württemberg. Der erste Pfarrer der Stadt war ein Villacher. Der lutherische Alterzbischof Oskar Sakrausky hat im evangelischen Diözesanmuseum in Fresach Zeugnisse des evangelischen Glaubens aus der Zeit vor und nach der Gegenreformation gesammelt.

Freitag, 31. Oktober: "Klingendes Österreich: Aus dem Tiergarten Schönbrunn" (Teil 2)

Im Regenwald, in der Wüste, bei den Tigern, Elefanten, Pandabären und Pinguinen ist die Sendung "Klingendes Österreich" dieses Mal zu finden. Sepp Forcher wird von Tiergartendirektor Dr. Helmut Pechlaner begeitet. Dem Anlass entsprechend bereichern Musikgruppen aus allen Bundesländern und aus Südtirol die Sendung.

ALPHA Österreich, das ORF-Fenster in BR-alpha, dem Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, kann über die Satelliten ASTRA 1C (analog) und ASTRA 1H (digital) europaweit empfangen werden: Montag bis Freitag von 21.00 bis 21.45 Uhr, in ORF TELETEXT auf Seite 308 und im Internet unter http://tv.ORF.at/alpha.

Rückfragen & Kontakt:

ORF-Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Barbara Jagschitz
(01) 87878 - DW 12468
http://tv.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0006