• 23.10.2003, 13:52:01
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Maier vermutet weitere Spitzengehälter durch Arbeitsleihverträge in Ministerien

12.000 Euro für Projektleiterin im Finanzministerium "vielleicht nur Spitze des Eisbergs"

Wien (SK) Als "weiteren Mosaikstein der schwarz-blauen
Freunderlwirtschaft" bezeichnete der Salzburger SPÖ-Abgeordnete
Johann Maier Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst den in der
morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Format"
veröffentlichten Gagenskandal rund um eine Mitarbeiterin des
Finanzministeriums. Die Leiterin des Organisationsreformteams werde
seit November 2001 mit sagenhaften 12.000 Euro monatlich entlohnt -
unwesentlich weniger als Grassers Staatssekretär und um 5.000 Euro
pro Monat mehr als Nationalratsabgeordnete. In einer
parlamentarischen Anfrage (911/J), die Maier vor einigen Tagen an den
Finanzminister richtete, wird die Frage aufgeworfen, ob der Minister
dies für gerechtfertigt halte. Aus Sicht des SPÖ-Abgeordneten sei
dies "ganz sicher nicht der Fall". Maier hält es für "durchaus
möglich", dass auch in anderen Ministerien weitere
Arbeitsleihverträge zu ähnlichen Konditionen abgeschlossen wurden und
der erwähnte Fall "nur die Spitze des Eisbergs" darstelle. Die SPÖ
denke jedenfalls daran, dies durch parlamentarische Anfragen in allen
Ministerien nachzuprüfen. ****

Klar sei, "dass Finanzminister Grasser mit seinem Amtsantritt
den Boden der Realität endgültig verlassen hat", Grasser fehle jedes
Maß und habe das Ministerium in wenigen Jahren zum
Selbstbedienungsladen für Freunde und Günstlinge verkommen lassen.
Der nun aufgedeckte Gagenskandal reihe sich nahtlos in eine lange
Liste von Affären Grassers, deren Konsequenz nur lauten könne:
"Treten Sie zurück, Herr Minister!", so Maier abschließend. (Schluss)
ml/mp

OTS0217    2003-10-23/13:52

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