Maier vermutet weitere Spitzengehälter durch Arbeitsleihverträge in Ministerien

12.000 Euro für Projektleiterin im Finanzministerium "vielleicht nur Spitze des Eisbergs"

Wien (SK) Als "weiteren Mosaikstein der schwarz-blauen Freunderlwirtschaft" bezeichnete der Salzburger SPÖ-Abgeordnete Johann Maier Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst den in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Format" veröffentlichten Gagenskandal rund um eine Mitarbeiterin des Finanzministeriums. Die Leiterin des Organisationsreformteams werde seit November 2001 mit sagenhaften 12.000 Euro monatlich entlohnt -unwesentlich weniger als Grassers Staatssekretär und um 5.000 Euro pro Monat mehr als Nationalratsabgeordnete. In einer parlamentarischen Anfrage (911/J), die Maier vor einigen Tagen an den Finanzminister richtete, wird die Frage aufgeworfen, ob der Minister dies für gerechtfertigt halte. Aus Sicht des SPÖ-Abgeordneten sei dies "ganz sicher nicht der Fall". Maier hält es für "durchaus möglich", dass auch in anderen Ministerien weitere Arbeitsleihverträge zu ähnlichen Konditionen abgeschlossen wurden und der erwähnte Fall "nur die Spitze des Eisbergs" darstelle. Die SPÖ denke jedenfalls daran, dies durch parlamentarische Anfragen in allen Ministerien nachzuprüfen. ****

Klar sei, "dass Finanzminister Grasser mit seinem Amtsantritt den Boden der Realität endgültig verlassen hat", Grasser fehle jedes Maß und habe das Ministerium in wenigen Jahren zum Selbstbedienungsladen für Freunde und Günstlinge verkommen lassen. Der nun aufgedeckte Gagenskandal reihe sich nahtlos in eine lange Liste von Affären Grassers, deren Konsequenz nur lauten könne:
"Treten Sie zurück, Herr Minister!", so Maier abschließend. (Schluss) ml/mp

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