Blecha: Falsche Berechnungen führen zu weniger Pension

"Wertminderung statt Wertsicherung"

Wien (SK) "Es wäre so dringend notwendig, dass die Kaufkraft steigt. Stattdessen kürzt man wieder die Pensionisteneinkommen, indem man nicht einmal die Inflation abgilt. Und das noch dazu, weil man mit falschen Zahlen die Pensionsanpassungen errechnet hat", kritisierte unmittelbar nach der Sitzung der Pensionskommission der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha. ****

"Selbstverständlich haben die Pensionistenvertreter gegen den Beschluss gestimmt, die Pensionen bis zur Medianpension von 667,80 Euro mit 1,5 Prozent anzupassen und die darüber liegenden Pensionen mit 10 Euro abzuspeisen. Bei der Berechnung wurde die Einführung eines Freizeitunfallversicherungsbeitrages nicht berücksichtigt und die Inflationsrate statt mit 1,6 mit 1,5 Prozent angegeben. Ebenso wurden Fehler bei der Berechnung der Medianpension gemacht: die Ausgleichzulagen wurden nämlich ausgeklammert. Es ist daher unwahr, dass die Hälfte der Pensionsbezieher die Teuerung abgegolten bekommt. Bei Ausklammerung der Ausgleichszulagenbezieher erleiden 98 Prozent einen Kaufkraftverlust", erläuterte Blecha.

Für Blecha ist daher klar: "Dieses regierungsgesteuerte, falsche Mehrheitsgutachten ist nicht zu akzeptieren!" Blecha fordert Sozialminister Haupt "unverzüglich" auf, bis zum gesetzlich festgelegten Termin der Verordnung (30. November) mit den Pensionistenvertretern zu verhandeln. Der PVÖ-Präsident rechnete vor, dass Gebührenerhöhungen, Steuererhöhungen und Preiserhöhungen die Pensionisten monatlich rund 32,70 Euro kosten. Blecha: "Das jetzt mit 10 Euro abzugelten ist ein Hohn. Statt der im Regierungsprogramm versprochenen Wertsicherung kommt erneut eine Wertminderung!" (Schluss) wf/mp

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