Grünewald: Innsbrucker Widerstand gegen Gehrer-Willkür lohnte sich

Ministerium nimmt keine Neuausschreibung an Medizin-Uni Innsbruck vor

Wien (OTS) "Zufrieden" zeigt sich Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, angesichts des Einlenkens Gehrers in Sachen Neuausschreibung des Rektors der Medizin Universität Innsbruck. "Erst der Widerstand der Medizinischen Universität Innsbruck und das öffentliche Aufzeigen von klaren Rechtswidrigkeiten im Parlament und den Medien bewirkten nun ein Einlenken der Bundesministerin Gehrer in der Rektorsbestellung an der Medizinischen Universität Innsbruck. Selbstherrlich agierende Universitätsratsvorsitzende und politische Seilschaften und Bevormundungen können couragierte Universitäten nicht unter Kuratel stellen", so Grünewald

Nachdem zuvor der Wunschkandidat der Universität weder vom Universitätsrat noch von der Bundesministerin akzeptiert wurde, blieb Innsbruck als einzige Universität Österreichs führungslos. "Politischer Druck der Grünen gegenüber Gehrer hat sich ausgezahlt. Nun hat Innsbruck doch den gewünschten Rektor Grunicke, da die Ministerin von ihrer Drohung einer Neuausschreibung und einer universitätsfremden Reihung der Bewerberinnen Abstand nimmt", so Grünewald.

Die Loslösung der Medizin aus der Gesamtuniversität verursacht Kosten von über einer Million Euro. Die Etablierung teurer Doppelstrukturen wurde mit jährlichen Mehrkosten von über vier Millionen Euro berechnet. Trotzdem wurde diese Trennung durchgepeitscht. "Dass um die Mehrkosten der Loslösung der Medizin von der Gesamtuniversität 85 Stellen für junge WissenschaftlerInnen finanziert hätten werden können, bleibt als bitterer Beigeschmack. Dass politisches Diktat nicht immer zum Ziel führt, bleibt als Signal der Hoffnung bestehen", so Grünewald.

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