ÖGB-Schmölz: "Österreich-Pension" umsetzen statt PensionistInnen prellen

Pensionsanpassung: ÖGB-Modell sieht Abgeltung der Teuerung vor

Wien (ÖGB). Als von der Regierung inszenierte Alibihandlung bezeichnet der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz, das heutige Zusammentreffen der Pensionssicherungskommission. "Ich frage mich, wozu die Regierung die Experten zusammentrommelt, wenn diese ohnehin keinen Spielraum für eigene Entscheidungen haben. Denn mit der 'Pensionsreform' 2003 wurden die mickrigen Anpassungen für die kommenden zwei Jahre ja bereits festgelegt", sagt Schmölz. Die ÖGB-PensionistInnen fordern die volle Abgeltung der Teuerung. Das ÖGB-Modell für die Pensionsharmonisierung, die "Österreich-Pension", sieht diesen Erhalt der Kaufkraft der älteren Menschen vor.++++

Gemäß der von der Regierung beschlossenen "Pensionsreform" soll es für die Jahre 2004 und 2005 eine Abgeltung der Teuerung nur bis zur Medianpension geben. Wer mehr als 667,80 Euro Pension bezieht, erhält im kommenden Jahr voraussichtlich nur einen Fixbetrag von monatlich zehn Euro als Anpassung. Dieser Wert wurde heute von der Pensionssicherungskommission genannt. "Hunderttausende Menschen müssen dadurch im kommenden Jahr neuerlich eine Kürzung ihres Realeinkommens hinnehmen", kritisiert der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz. Da zugleich der Krankenversicherungsbeitrag der PensionistInnen um 0,5 Prozent erhöht und ein Freizeitunfallversicherungsbeitrag eingeführt wird, werden viele PensionistInnen 2004 sogar netto weniger Geld bekommen als noch heuer.

"Anstatt die Pensionistinnen und Pensionisten am laufenden Band zu schröpfen, soll die Regierung das Pensionsmodell des ÖGB, die 'Österreich-Pension' einführen", fordert Schmölz. Darin ist eine jährliche Anpassung der Pensionen mit der Teuerungsrate vorgesehen. Zudem will der ÖGB die im Zuge der "Pensionsreform 2003" festgelegte Abschaffung der Wertanpassung im ersten Jahr nach Pensionsantritt rückgängig machen. "Die 'Österreich-Pension' gewährleistet eine fairen Umgang mit den älteren Menschen. Die Regierung ist gut beraten, das ÖGB-Konzept umzusetzen", sagt Schmölz. (mfr)

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