Michael-Mitterauer-Preis im Wiener Rathaus verliehen

Wien (OTS) - Wissenschaftsstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny überreichte am Donnerstag im Wiener Rathaus den "Michael Mitterauer Preis für Gesellschafts-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte in Wien":
Dr. Margareth Lanzinger wurde der Preis für ihr Buch "Das gesicherte Erbe. Heirat in lokalen und familialen Kontexten. Innichen 1700-1900" zugesprochen. Der Preis, der sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs richtet, ist mit 4000 Euro dotiert und wird jährlich von der Stadt Wien vergeben.

Gleichzeitig wurde der mit 2000 Euro dotierte "Michael-Mitterauer-Förderungspreis" an Dr. Andreas Zajic verliehen. Seine Dissertation "Zu ewiger gedächtnis aufgericht" wurde aus einer Fülle von Einreichungen ausgewählt. Der Förderungspreis wird jährlich, alternierend von der Stadt Wien und vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, vergeben.****

In seiner Begrüßung verwies Mailath-Pokorny auf die guten und gewachsenen Beziehungen zwischen der Stadt und den Universitäten. Der Stadt sei eine Balance zwischen den Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften wichtig. Der Michael-Mitterauer-Preis sei eine Geste der Stadt, eine Anerkennung der Bedeutung der Geschichtswissenschaft.

In seiner Rede betonte Michael Mitterauer die Wichtigkeit, die Internationalisierung auch im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses voranzutreiben: Lehre im Ausland, eine stärkere und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten sowie Workshops für Dissertanten auf internationaler Ebene seien wichtige Voraussetzungen, um Netzwerke als Basis für künftiges, solidarisches, wissenschaftliches Arbeiten knüpfen zu können.

Michael Mitterauer hat als ordentlicher Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien mit seinen Forschungsschwerpunkten zur Sozialgeschichte der Familie und zur historisch-anthropologischen Familienforschung dem Institut weltweit zu Ansehen und Bedeutung verholfen. Seit 1. Oktober 2003 ist Michael Mitterauer in Pension, dem Institut bleibt er weiterhin durch Lehrveranstaltungen verbunden. Die Preise wurden im Vorjahr aus Anlass seines 65. Geburtstages und in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen ins Leben gerufen. (Schluss) rar

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