Schierhuber: SPÖ-Verrat an unseren Bauern verhindert

Existenzvernichtungsplan durch Einsatz der ÖVP abgewendet

Straßburg, 23. Oktober 2003 (ÖVP-PK) "Der geplante Verrat der SPÖ-Delegation an unseren österreichischen Bauern konnte mit vereinten Kräften im Europäischen Parlament verhindert werden. Ich finde es unglaublich, dass die österreichischen Europaparlamentarier der SPÖ für eine Streichung der Exporterstattungen für Zuchtvieh eingetreten sind. Der Zuchtrinderexport in Drittstaaten braucht unbedingt die Beibehaltung der EU-Export-Erstattungen, ansonsten dieses mühsam aufgebaute Marktpotential zusammenbricht", sagte heute, Donnerstag, die österreichische Bauernvertreterin im Europäischen Parlament Agnes Schierhuber. "Es wird auch im EU-Budget 2004 Exporterstattungen für Zuchtvieh geben. Dieser SPÖ-Anschlag konnte damit durch die verantwortungsbewussten Kräfte im Europaparlament verhindert werden", ist Schierhuber hochzufrieden. ****

Die österreichische Europaabgeordnete wies nachdrücklich darauf hin, dass streng zwischen Schlachtvieh und Zuchtvieh unterschieden werden müsse. "Während ich beim Schlachtvieh volles Verständnis dafür habe, dass dieses nicht lebend, sondern nur in Form von Fleisch exportiert werden soll, muss mit allem Nachdruck auf die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der Zuchtviehexporte sowohl innergemeinschaftlich wie auch in Drittstaaten hingewiesen werden", betonte Schierhuber.

Österreich sei bekanntlich ein Land mit einer Gott sei Dank noch hohen Rinderproduktion. "Das ist die Existenzgrundlage für den Großteil der Berg- und Grünlandbauern. Aus dieser jährlichen Produktion werden etwa 50 Prozent des Zuchtrinderanfalles exportiert", so Schierhuber. Die meisten Drittländer, in die Zuchtrinder exportiert würden, hätten aber nicht die Finanzkraft, um unsere Zuchttiere inklusive der anfallenden Transport- und Quarantänespesen zu erwerben. "Ohne Erstattung müssten unsere Züchter die Tiere dann unter den Gestehungskosten abgeben. Die wichtige Produktionssparte der Zuchtrindererzeugung würde dadurch für viele Betriebe unrentabel werden. Ein Ausweichen auf die reine Fleischproduktion hätte zur Folge, dass die daraus resultierende Mehrproduktion zu Preiseinbußen führt und damit neuerlich den Bauern schwer schadet", sagte Schierhuber.

"Als Bäuerin kann ich auch nur versichern, dass es in unserem eigenen Interesse liegt, größten Wert auf tiergerechte Transporte zu legen. Schließlich sollen die Zuchttiere am Bestimmungsort gesund und nutzungstauglich eintreffen. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, den bauernfeindlichen Antrag der SPÖ abzulehnen. Man muss aber trotzdem mit Nachdruck darauf hinweisen, welche existenzbedrohende Politik für unsere Landwirtschaft die SPÖ auf EU-Ebene betreiben möchte", so Schierhuber abschließend.

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