WdF fordert Senkung von KöSt und Einkommensteuer

Auch Inflationsbereinigung der Progressionsstufen ist ein "Muss"

Wien (OTS) - Eine klare Steuerpolitik, die positive Impulse für
den Wirtschaftsstandort Österreich setzt, fordert das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF). "Aktueller denn je ist unsere Forderung nach einer klaren Linie für eine Steuersenkung, insbesondere nach einer Senkung des KöSt-Satzes auf 24% und des Höchststeuersatzes bei der Einkommensteuer auf 40%", so der WdF-Vorsitzende, Paul Jankowitsch. Dies habe umso höhere Priorität, als mit Mai 2004 Länder in die EU kommen, deren Steuersätze weit unter den heimischen liegen und damit dem Wirtschaftsstandort Österreich ein weiterer Wettbewerbsnachteil entstehen wird.

Ebenso weist das WdF auf die Tatsache hin, dass die Progressionsstufen seit 1988 nicht inflationsbereinigt wurden - ein Versäumnis, das endlich nachgeholt werden müsse. Diese Nichtanpassung hat zur Folge, dass die Kaufkraft kontinuierlich abnimmt, da die Steuerbelastung für jeden stetig steigt. In Zahlen umgelegt bedeutet dies, dass die Progressionsstufen nach der Inflationsbereinigung um 41% höher wären: der Höchstteuersatz etwa käme statt ab derzeit Euro 50.870,- erst ab Euro 72.202,- zur Anwendung. Folgende Gegenüberstellung veranschaulicht die eklatanten Differenzen klar.

Aktuelle Bemessungsgrundlage:Inflationsbereinigte Bemessungsgrundlage Gegenüberstellung

BMG derzeit Inflationsbereinigte BMG Tarifstufe ab bis ab bis Differenz 0% 0 3640 0 5166 41% 21% 3640 7270 5166 10319 41% 31% 7270 21800 10319 30942 41% 41% 21800 50870 30942 72202 41% 50% 50870 72202 41%

Seit 1988 gab es keine Inflationsbereinigung der Bemessungsgrundlagen zu den Tarifstufen.

Das WdF warnt auch vor einer Demotivation der Führungskräfte bedingt durch die Vorgehensweise der Regierung: Unternehmerisch tätige Manager schaffen und sichern durch ihre Leistungsbereitschaft Arbeitsplätze und tragen damit in hohem Maß zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich bei. Eben deshalb brauchen sie klare, berechenbare Rahmenbedingungen. "Psychologie ist für das Wirtschaftsgeschehen fundamental", so Jankowitsch.

Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte als die überparteiliche Interessensvertretung österreichischen Manager setzt sich für einen klaren Zeitplan für eine Steuersenkung ein. Zentrales Anliegen der Vereinigung, die rund 3.000 Führungskräfte vertritt, ist es, Impulse zu setzen, die die Position des Wirtschaftsstandortes Österreich beleben und die Führungskräfte stärken.

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