Hauptteil des Krenek-Nachlasses seit Jahren in Wien

Zusammenarbeit mit Niederösterreich geplant - Mailath: "Bund fördert bedauerlicherweise nur Standort Krems"

Wien (OTS) - "Die Stadt Wien begrüßt die Überführung des amerikanischen Teils des Nachlasses von Ernst Krenek nach Österreich", sagt heute Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur und Wissenschaft zur geplanten Überführung dieses Teil des Nachlasses nach Niederösterreich.

Der große Teil des Nachlasses von Ernst Krenek, der Ehrenbürger der Stadt Wien ist und zu Lebzeiten in engem Kontakt zur Stadt stand, befindet sich - neben anderen wichtigen Nachlässen wie von Johann Strauß oder Franz Schubert - bereits seit geraumer Zeit in Besitz der Wiener Stadt- und Landesbibliothek, wo er wissenschaftlich aufgearbeitet, archiviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. So gab es in den vergangenen Jahren mehrere Ausstellungen und Konzerte aus dem Bestand des Nachlasses, der die Handschriften der wichtigsten Werke Kreneks umfasst, sowie zahlreiche Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2000. Ein eigens gestifteter Ernst-Krenek-Preis zeichnet seit 1985 Komponisten und Musikschriftsteller aus.

"So erfreulich generell die Rückführung des amerikanischen Nachlasses Kreneks nach Österreich ist, so bedauerlich ist es, dass die Zusammenführung mit dem Wiener Nachlass nicht zustande gekommen ist. Diese Zusammenführung wäre logisch und aus Sicht der wissenschaftlichen Aufarbeitung sinnvoll gewesen", sagte Mailath. Ein entsprechendes Angebot an die Erben sei unbeantwortet geblieben. Die Unterstützung durch den Bund sei offensichtlich für den Standort Niederösterreich ausschlaggebend gewesen.

"Wir werden uns bemühen, die Schwierigkeiten, die sich durch die unterschiedlichen Standorte ergeben, durch gute Zusammenarbeit unserer Experten wettzumachen", betonte Mailath-Pokorny abschließend. (Schluss) sas

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