JÄHRLICH RUND 4.000 BRÄNDE IM HEIMBEREICH!

40 Menschen sterben jährlich aufgrund von Bränden in den eigenen vier Wänden.

Wien (OTS) - In österreichischen Haushalten geht es sprichwörtlich heiß her. Rund 4.000 Brände - das ist die Hälfte (!) der ca. 8.000 Brände in Österreich - ereignen sich jährlich in den eigenen vier Wänden, 40 Menschen werden jedes Jahr dabei getötet. Laut dem Institut für technische Sicherheit - SCHUTZ HAUS sind die Hauptursachen Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit. Das am meisten betroffene Bundesland ist Niederösterreich mit ca. 30 Prozent, gefolgt von Wien und Steiermark mit je ca. 17 Prozent der Brandfälle. Am wenigsten passiert in Vorarlberg und dem Burgenland (je 5%). Neben menschlichem Leid richten Brände im Heimbereich jährlich einen Schaden von ca. 65 Millionen Euro an.

Wärmegeräte und offenes Licht häufigste Brandursachen

Die meisten Brände werden beim Betrieb von Wärmegeräten (30 Prozent) ausgelöst. So mancher in die Jahre gekommene Heizstrahler wird beim ersten Kälteeinbruch - meist mit einer dicken Staubschicht versehen -wieder aus dem Keller geholt. Bei gängigen Betriebstemperaturen von bis zu 600 GradC (z. B. Glühdraht eines Heizstrahlers) kann es durch Alterung und Verschmutzung zu einem Wärmestau und womöglich zu einem Brand kommen. SCHUTZ HAUS-Leiter, DI Bernhard Noll, appelliert zu besonderer Vorsicht - vor allem wenn Kinder im Haus sind: "Lassen Sie Ihre Kinder nie allein in der Nähe von Heizstrahlern, diese sind kein Spielzeug. Es genügt, wenn ein Kind den Strahler mit einer Decke zudeckt - ein Feuer ist schneller entfacht als man denkt." Offenes Licht und Feuer (zum Beispiel brennende Kerzen) gelten als zweithäufigste Brandursache (20 Prozent). Vor allem in den Wintermonaten Dezember und Jänner gibt es insgesamt rund viermal so viele Brände durch offenes Licht und Feuer als in den übrigen Monaten des Jahres.

Kinder müssen den Umgang mit dem Feuer lernen

Noll: "Vor allem mit Kindern muss der sichere Umgang mit dem Feuer geübt werden. Erwachsenen haben Vorbildwirkung und sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Verbote nützen meist wenig - viel besser ist es, das Kind unter Aufsicht eine Kerze anzünden zu lassen."

Heimrauchmelder kann Leben retten!

Die meisten Brandopfer kommen nicht durch die Flammen, sondern durch den giftigen Brandrauch ums Leben. Rauchgas kann zu verminderter Sauerstoffaufnahme, Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod führen. Optische Rauchmelder erkennen frühzeitig den Rauch und warnen durch einen lauten pulsierenden Ton. "Durch einen frühzeitigen Alarm durch Rauchmelder haben die Hausbewohner die Chance die Feuerwehr zu alarmieren, sich zu retten, oder den Brand selbst zu bekämpfen. Ein Heimrauchmelder sollte daher in keinem Haushalt fehlen", mahnt Noll. Die am stärksten gefährdete Gruppe sind Kinder unter vier Jahren und ältere Menschen über 75 Jahre.

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