Flemming: Keine EU-Gelder für Aufzucht von spanischen Kampfstieren

Die nationale Identität wird dadurch nicht bedroht

Straßburg, 23. Oktober 2003 (ÖVP-PK) "EU-Prämien für die Aufzucht von Kampfstieren in Spanien müssen so rasch wie möglich gestoppt werden. Aus diesem Grund unterstütze ich auch einen diesbezüglichen Antrag des niederländischen Europaabgeordneten Alexander De Roo in der heutigen Abstimmung über das EU-Budget 2004" sagte heute, Donnerstag, die österreichische Europaparlamentarierin Dr. Marilies Flemming. "Die Stiere werden in Spanien in einem grausamen Ritual zu Tode gehetzt. Dieses Tierleid kann ich keinesfalls gutheißen", so die engagierte Tierschützerin Flemming weiter. ****

"Ich habe schon viele Europaabgeordnete meiner Fraktion für diesen Änderungsantrag gewinnen können", freute sich Flemming. Nachdem aber damit gerechnet werden müsse, dass sich spanische Abgeordnete aller Parteien vehement gegen diesen Änderungsantrag wenden werden, sei das Ergebnis der Abstimmung leider noch völlig offen.

Das Argument mancher Abgeordneter, auch aus Gründen der Erhaltung der kulturellen Identität der Mitgliedstaaten gegen diesen Antrag stimmen zu wollen, möchte Flemming nicht gelten lassen. "Die Aussage 'Wir lassen uns nicht von Brüssel unsere jahrhundertelangen Traditionen in Frage stellen' ist oft zu hören. Ich möchte aber daran erinnern, dass auch in Österreich die 'Tierhatz' einst ein großes Volksvergnügen darstellte. Diese ist aber schon seit Jahrhunderten verboten, ohne dass dadurch die kulturelle Identität Österreichs Schaden gelitten hätte", so Flemming abschließend.

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