Grüne: Gravierende Missstände auch in Landespflegeheimen in NÖ

Krismer fordert endlich konkrete Taten gegen Pflegenotstand

St. Pölten (Grüne) - Das Schicksal der Patientin im Landespflegeheim Orth ist leider kein Einzelfall in Niederösterreich", so die Gesundheitssprecherin der NÖ Grünen, Helga Krismer zu den jüngst bekannt gewordenen Pflegemissständen in Niederösterreich. Ein Gutachten stellt gravierende Pflegemängel an einer Patientin im LPP Orth fest. Auszüge aus dem Gutachten: "...Laut den Eintragungen in der Pflegedokumentation ist bei der Patientin der unmögliche Fall eingetreten, dass sich in der Nacht vom 31.12.2000 bis zum 01.01.2001 (max. Zeitraum 10 Stunden) ein Druckgeschwür (Dekubitus Grad IV) entwickelt hat, ohne vom Pflegepersonal bemerkt worden zu sein und auch nicht dokumentiert wurde." Weiter in der Zusammenfassung: "...Daraus resultiert die falschen, unvollständigen, aber auch unterlassenen Pflegebehandlung, die eindeutig und zweifelsfrei zum Dekubitus - Grad IV = Ulceration bis zum Muskel geführt hat."

Das Gutachten kommt unmissverständlich zum Schluss, dass Personalmangel zu den Missständen geführt hat. Zitat: "Mit dem derzeitigen Personalstand (...) ist eine optimale Pflege der Heimbewohner wie im vorliegenden Fall nicht möglich!" Die Grünen fordern nun endlich Maßnahmen gegen den Pflegenotstand in Niederösterreich. "Wir brauchen dringend die seit Jahren angekündigte Pflegeoffensive. Das heißt mehr gut ausgebildetes und besser bezahltes Personal", so Krismer abschließend.

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