"Konsumen"-Test: Allround-Schi

Preisvergleich bei Sondermodellen unmöglich. Gesonderte Damen- und Herren-Schi sind eher Marketing-Gag.

Wien (OTS) - Rechtzeitig zu Beginn der Wintersaison präsentiert "Konsument" seinen alljährlichen Schitest. Dem zunehmenden Trend der Hersteller, den Kundinnen spezielle Damen-Schi anzubieten, folgte das Verbrauchermagazin: Getestet wurden jeweils 12 Damen- und Herren-Schi sowie zehn Sonder-modelle verschiedener Sporthandelsketten. Bei den Damen-Schi erreichten acht Modelle die Gesamtnote "gut", drei "durchschnittlich" und die Marke "Elan" als einzige "weniger zufriedenstellend". Insgesamt schnitten die Herren-Schi eine Spur besser ab, 10 Modelle erhielten die Gesamtnote "gut", nur zwei wurden "durchschnittlich" bewertet. Bei den Sondermodellen hielt sich die Waage zwischen "gut" und "durchschnittlich". Die Preise der 34 getesteten Modelle bewegen sich zwischen 250 und 480 Euro, teilweise im Set mit Bindung. Die Qualität der getesteten Preisklasse ist durchaus zufriedenstellend.

Beim Test war ein Richtpreis von rund 300 Euro ohne Bindung vorgegeben. Dafür bekommt man keine Spitzenmodelle, aber Carver, die dem Durchschnittsfahrer Spass machen. Die Schi-Modelle wurden sowohl einer technischen Prüfung als auch einem Praxistest unterzogen. Das "Konsument"-Test-Team setzte sich aus Fahrern unterschiedlicher Könnensstufen zusammen. Die Testfahrer bewerteten Fahreigenschaften (Schwingen), Schidynamik sowie Komfort/Toleranz auf einem vorgegebenen Kurs bzw. auf nicht präparierten Pisten im Gelände. Die Damen-Schi unterscheiden sich durch geringeres Gewicht bei gleicher Länge und eine weichere Schaufel, die etwas mehr Komfort bieten soll. Ein entscheidender Unterschied beim Fahren wurde von den Testpersonen allerdings nicht bemerkt.

Stark im Kommen sind die von Sport-Handelsketten angebotenen Sondermodelle. Der Händler wählt aus der Palette des Herstellers ein bestimmtes Modell aus und ordert dies in großer Stückzahl und mit neuer Modellbezeichnung. Der "Konsument"-Test beweist, dass die Sondermodelle gut mit der Konkurrenz aus der Serie mithalten können. Nur: Für Kunden ist ein Preisvergleich unmöglich, denn das jeweilige Sondermodell wird nur von einer Handelskette angeboten. Deshalb lässt sich auch nicht feststellen, ob die Schi bzw. das Set tatsächlich preisgünstig sind. Ob Schnäppchen oder nicht - über die Preispolitik bei Sondermodellen kann man sich jedenfalls wundern: So wurde zum Beispiel im Fachhandel ein Sondermodell inklusive Bindung um 299 Euro gekauft. Acht Tage später gab's den Schi für 299 Euro ohne Bindung. Und im Winterschlussverkauf wenige Wochen danach kostete dasselbe Modell mit Bindung 399 Euro - als "Statt"-Preis waren 559 Euro angegeben!

Bei den einzelnen Allround-Carver selbst gibt es geringe Unterschiede. Von den insgesamt 23 mit der Gesamtnote "gut" beurteilten Schi glänzten 14 mit "sehr gut" in der technischen Prüfung. Im praktischen Test schaffte hingegen kein Modell ein "sehr gut", immerhin 20 wurden mit "gut" bewertet.
Die Ausreissfestigkeit der Kanten ließ nur bei jenen Modellen zu wünschen übrig, die im "Konsument"-Testurteil mit "durchschnittlich" oder "wenig zufriedenstellend" beurteilt werden. Darunter befinden sich die Sondermodelle Atomic C 8.22, Fischer Sceneo S250 und Fischer Sceneo S200GT sowie die beiden Modelle von ELAN, Whistler 4.0 und Whisper 4.0.

Weitere Tipps rund ums Schifahren, detaillierte Test-Ergebnisse und Preise sind in der November-Ausgabe des Testmagazins "Konsument" nachzulesen.

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VKI-Abteilung Technik 1,
Ing. Mirko Bernhard,
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