SPÖ-Kärnten gegen öffentliche Ausstellung der Nazi-Fresken

Cernic: Scheinbar können die Freiheitlichen von ihrer ideologischen Heimat nicht ablassen

Klagenfurt (SP-KTN) – Es darf nicht sein, dass NS-Zeit verherrlichende Machwerke öffentlich ausgestellt werden. „Schon die Abnahme der Nazi-Fresken von Switbert Lobisser war eine reine Geldvernichtungsaktion. Wenn sogar die Tochter Lobissers, Burgi Breiter, via ‚Standard’ ausrichten ließ, dass sie dieses Vorhaben für einen – wörtlich – Schwachsinn halte, dann sollte auch die Kärntner FPÖ von einer Zur-Schaustellung dieser Nazi-Machwerke abgehen. Aber scheinbar können die Freiheitlichen von ihrer ideologischen Heimat nicht ablassen“, ist SP-Abgeordnete Nicole Cernic gegen eine Ausstellung der Lobisser-Fresken. Außer horrenden Kosten für die Abnahme und Restaurierung durch einen Grazer Restaurator hat die Abnahme der Fresken nichts gebracht. Die SPÖ fordert von Freunschlag die Offenlegung der Gesamtkosten dieses Projektes. Für die Abschlagung und Restaurierung wurde jedenfalls die Summe von rund 76.000 Euro kolportiert, nicht dabei ist jedoch die weitere Lagerung der Fresken.

„Eine sinnvolle Aufarbeitung des NS-Terrors ist immer zu begrüßen, aber die Fresken zeigen ‚heim ins Reich’ gekehrte Kärntnerinnen und Kärntner, die Arme zum Hitlergruß erhoben, und Verherrlichen den Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland. Wenn so die FP-Aufklärung über dieses Terrorregime, das Millionen Menschen auf dem Gewissen hat, aussieht, kann man nur schärfstens dagegen protestieren“, kritisiert Cernic die Pläne des FP-Landtagspräsidenten Jörg Freunschlag, nach der nun abgeschlossenen Restaurierung einen repräsentativen Raum für die Ausstellung der Fresken sucht. (Schluss)

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