Wurm geißelt neuen Anschlag auf universitäre Strukturen

"Mit dem Holzhammer auf die Geiwi"

Wien (SK) "Die geisteswissenschaftliche Fakultät der Innsbrucker Uni ist in hellem Aufruhr", stellt die Tiroler SPÖ-Nationalratsabgeordnete Gisela Wurm fest. Die Vorgaben des neuen Rektors zur Umstrukturierung der Fakultäten kommen laut Wurm einer "mutwilligen Zerstörung" der Geiwi gleich. ****

"Dass gewisse Reformen auch auf der geisteswissenschaftlichen Fakultät anstehen, bezweifelt niemand, doch muss man nicht in blau-schwarzer Regierungsmanier dabei gleich das Kind mit dem Bad ausschütten", so Wurm. "Andere österreichische Universitäten wie Graz, Salzburg oder Wien führen die notwendigen Umstrukturierungen mit Augenmaß und in nachvollziehbarem Tempo durch. In Innsbruck hingegen wird mit dem Holzhammer vorgegangen."

Geht es nach den Vorstellungen des neuen Rektors, sollen die Fakultäten erhalten bleiben - als "Hüllen, die in Wirklichkeit nichts mehr zu sagen haben", wie Wurm anmerkt. Dasselbe gelte für die Institute. Der Kernpunkt der Kritik betrifft die Reduktion der derzeit etwa 20 Institute auf 4 Fachbereiche, mit jeweils einer Studienrichtung. Das bedeutet, dass nur mehr 4 Studien belegt werden können. Die Leiter dieser Fachbereiche werden laut Universitätsgesetz vom Rektor bestellt. "Damit hätte die Geiwi weniger Fachbereiche als die naturwissenschaftliche Fakultät", versteht Wurm die Logik nicht.

Die SPÖ-Abgeordnete stößt sich vor allem daran, dass Rektor Gantner "in vorauseilendem Gehorsam hier Schnitte setzt, ohne mit dem wissenschaftlichen oder dem nichtwissenschaftlichen Personal gesprochen zu haben". (Schluss) wf/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0011