Entgegnung zur Aussendung des Landwirtschaftssprechers der SPÖ zum Thema "Gesundheitsaspekt von Biolebensmitteln"

Wien (OTS) - Der Landwirtschaftssprecher der SPÖ, Heinz Gradwohl, bezeichnet den Standpunkt der Vertreter der österreichischen Biolandwirtschaft zum Thema Gesundheitsaspekt von Biolebensmitteln als "feige Distanzierung"

Die Studie "Ist Bio wirklich besser?" - veröffentlicht in der vergangenen Woche - liefert eine Sammlung von wissenschaftlichen Argumenten, die alle für die Biolandwirtschaft sprechen. In der Auswertung von 170 internationalen Untersuchungen wird eindeutig die besondere Qualität der Bio-Lebensmittel bewiesen.

Die Betonung dieser Qualität ist gerade in der Überzeugungsarbeit für den Konsumenten dringend notwendig und seit vielen Jahren von der österreichischen Biolandwirtschaft ausdrücklich gewünscht, politisch eingefordert und finanziell unterstützt. Um weitere Beweise liefern zu können, fordern wir eine Forcierung der wissenschaftlichen Arbeit auf diesem Gebiet, eine verstärkte Finanzierung diesbezüglicher Projekte und damit auch ein politisches Bekenntnis zur Biolandwirtschaft.

Die österreichische Biolandwirtschaft lässt sich aber nicht für Kampagnen - welcher Richtung auch immer - vereinnahmen. Es kann nicht Ziel sein, mit positiven Erkenntnissen, die den Biobauern und ihren Produkten zugute kommen, gegen irgendjemanden vorzugehen. Die Vertreter der Biolandwirtschaft sind offen für Kooperation und Unterstützung, verwehren sich aber gegen die unqualifizierte Verwendung reduzierter Zitate in weiteren Veröffentlichungen, ohne jegliche Rücksprache.

Der Landwirtschaftssprecher der SPÖ, Heinz Gradwohl, ist herzlich eingeladen, sich zusammen mit den Vertretern der Biolandwirtschaft Österreichs, für eine konstruktive Weiterentwicklung des Biolandbaus einzusetzen. Eine Polarisierung zwischen konventioneller und biologischer Landwirtschaft kommt für uns nicht in Frage, weil sie allen Beteiligten, also auch den Biobauern, nur schaden kann. Zurufe von außen in dieser unqualifizierten und beleidigenden Art und Weise weisen wir auf das Schärfste zurück und können sie uns auch nur durch den Wunsch erklären, parteipolitisch zu punkten, bzw. Unfrieden in die österreichische Bioszene zu tragen. Für beides stehen wir dezidiert nicht zur Verfügung.

Alfons Piatti, Obmann ARGE Bio-Landbau Hannes Tomic, Obmann BIO ERNTE Austria Josef Amerstorfer, Obmann ÖIG

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ARGE Bio-Landbau
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