GLOBAL 2000: Minister Pröll steuert gegen ökologische Landwirtschaft

Jetzt Möglichkeiten der EU-Agrarreform für Österreichs Biolandbau nutzen

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert scharf, dass Landwirtschaftsminister Josef Pröll heute mit der Fixierung der Eckpunkte der nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform gegen die Ökologisierung der Landwirtschaft in Österreich steuert. "Minister Pröll verzichtet damit bewusst auf die Ausschöpfung des nationalen Spielraums für die Biolandwirtschaft und die Förderung von pestizid- und gentechnikfreier Landwirtschaft", kritisiert Iris Strutzmann, Agrarexpertin von GLOBAL 2000. "Minister Pröll hätte jetzt die Möglichkeit, die Ökologisierung voranzutreiben, aber er nützt sie nicht." GLOBAL 2000 fordert, dass im Interesse der Umwelt und der KonsumentInnen die zehn Prozent der Fördergelder - das ist der Spielraum, den die EU-Agrarreform den einzelnen Mitgliedsstaaten für die Ökologisierung lässt - zur Gänze ausgeschöpft werden. "Der Landwirtschaftsminister hat großen Erklärungsbedarf, wenn er von 'inneragrarischer Ausgewogenheit' spricht, während die Biobauern durch diese Umsetzung der Reform verlieren werden." Denn durch die von Minister Pröll geplante Entkoppelung erhalten die Ackerbauern weiterhin den größten Teil der Fördergelder. GLOBAL 2000 fordert, dass künftig sowohl Acker- als auch Grünlandbetriebe Subventionen erhalten, wie dies im Rahmen des "regionalen Modells" der EU-Agrarreform möglich ist. Damit wird auch den Biobauern, die großteils Grünlandbetriebe sind, ein Teil des Subventionskuchens zukommen. "Gibt es diese Umverteilung nicht, werden einfach die alten Prämienrechte der Landwirte weitergeführt und die Biobauern und Grünlandbetriebe weiterhin benachteiligt", so Strutzmann abschließend.

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