AKNÖ warnt vor verlockenden Angeboten

Nebenverdienst mit Heimarbeit erweist sich als Nepp

Wien (OTS) - Wien (AKNÖ).- Die dramatische Lage am Arbeitsmarkt macht sich auch bei den Konsumentenschützern der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) bemerkbar. Sie verzeichnen einen enormen Zuwachs an Anfragen zu scheinbar lukrativen Nebenjob-Inseraten in Zeitungen. In vielen Tageszeitungen tauchen Kleinanzeigen wie z. B. "Euro 865,- wöchentlich dazuverdienen!" oder "Vor 3 Jahren kein berufliches Weiterkommen " heute frei- und Euro 5.000,- im Monat". Doch statt des versprochenen Nebenverdienstes bleibt den Betroffenen oft nur eine horrende Telefonabrechnung. Denn die Heimarbeitanbieter arbeiten in letzter Zeit vermehrt mit teuren Mehrwertnummern. Die Minute kostet meist um die 3,60 Euro. Rufen die Arbeitsuchenden dann unter dieser Nummer an, werden sie mit wertlosen Informationen ewig in der Leitung gehalten. Nach dem Telefonat sind sie dann eine Erfahrung reicher und viele Euro leichter. AKNÖ-Konsumentenschützer Günther La Garde weiß, warum trotz der Warnungen der Konsumentenschützer die Menschen auf diese teuren Mehrwertnummern hereinfallen: "Die Menschen sind verzweifelt auf der Suche nach Arbeit. Die Inserate versprechen Abhilfe und die Aussicht, arbeiten und endlich ihre Schulden begleichen zu können, ist zu verlockend."

"Betroffen sind besonders Frauen und Mütter, die sich ihr geringes Einkommen aufbessern möchten. Oft sind diese Frauen nur eingeschränkt mobil - Heimarbeit scheint da die Lösung für ihre finanziellen Probleme zu sein. Dabei werden sie leicht Opfer für solch skrupellosen Geschäftemacher!", meint Josef Staudinger, Präsident der AKNÖ. Die Arbeiterkammer weist schon seit vielen Jahren auf die zum Teil betrügerischen Machenschaften der Nebenerwerbsanbieter hin.

Tipps zur Heimarbeit Wichtige Tipps der Konsumentenberater zum richtigen Umgang zur Heimarbeit:

· Vorerst beim AMS (Arbeitsmarktsservice) nachfragen, welche seriösen Firmen Heimarbeit anbieten. · Auf keinen Fall mit Firmen Verträge eingehen, die eine

Abnahmeverpflichtung des Materials vorschreiben und dafür eine Anzahlung verlangen.

· Meiden Sie auf jeden Fall Firmen, die nur ein Postfach angeben oder eine Mehrwerttelefonnummer. · Je verlockender das Angebot, desto größere Vorsicht ist geboten.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ, Konsumentenberatung, 0800-232323-1616

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001