Weninger: Flüchtlingslager Traiskirchen - die Lage eskaliert

Strasser drangsaliert Bevölkerung und Flüchtlinge gleichermaßen

St. Pölten, (SPI) - "Die Lage im Flüchtlingslager Traiskirchen steht kurz vor der Eskalation. Mit Stand zu Beginn dieser Woche sind bereits 1.800 Flüchtlinge am Standort untergebracht, weitere 500 illegale Grenzgänger aus der Region Gmünd, welche vor allem aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion kommen, sollen in den kommenden Tagen ebenfalls nach Traiskirchen überstellt werden. Unter Innenminister Ernst Strasser ist die Flüchtlingsbetreuung zur ‚Drangsalierung' für die Flüchtlinge und die heimische Bevölkerung geworden", sieht der Klubobmann der SPNÖ, LAbg. Hannes Weninger, akuten Handlungsbedarf im Innenministerium.****

"Sogenannte ‚Geheimtransporte' von den Aufgriffsorten nehmen zu -Berichte über dutzende Menschen, die klammheimlich in der Nacht mit Bussen nach Traiskirchen gebracht werden, häufen sich. Die Stadt Traiskirchen braucht damit ebenso Hilfe wie die Bevölkerung und die unter unmenschlichen Bedingungen im Lager zusammengepferchten Familien. Es vergeht kein Tag, an dem nicht neue Einbrüche und Drogendelikte gemeldet werden", so Weninger der Strasser auffordert, endlich auf die Sorgen der Bevölkerung zu reagieren und nicht alles "schönzureden".

"Die SPNÖ steht in der jüngsten Entwicklung voll und ganz hinter Traiskirchen, den Flüchtlingshilfsorganisationen und auf der Seite der Bevölkerung. Das Flüchtlingslager entwickelt sich immer mehr zum ‚Ghetto', die Asylwerber sind verzweifelt und Spannungen nehmen ebenso zu wie gewalttätige Zwischenfälle. Ich fordere BM Strasser auf, den Interessen der ‚Menschlichkeit' für Flüchtlinge und Bevölkerung gleichermaßen zum Durchbruch zu verhelfen", so der SP-Klubchef.
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