ARA System Leistungen im 1. Halbjahr 2003: Weiter auf Erfolgskurs - Effizientestes System mit Vorbildcharakter - Tarife 2004 gegenüber 1995 um 114 Mio. Euro Gesenkt - ARA System von EU-Kommission genehmigt

Wien (OTS) - Steigerung der ARA-Lizenzpartner auf 13.326 - mehr
als 1 Mio. Sammelbehälter und 1,1 Mio. "Gelbe Säcke" - Tarifsenkungen von in Summe 114 Mio. Euro pro Jahr gegenüber 1995 - ARA System und Österreich als weltweite Vorbilder in puncto Sammelsystematik und Produzentenverantwortung - positive Entscheidung der EU-Wettbewerbsbehörde eingetroffen.

Das ARA System steuerte im ersten Halbjahr 2003 weiter geradlinig auf seinem Erfolgskurs. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen dies:
Neben steigenden Sammel- und Verwertungsmengen, mehr Sammelhilfen, günstigen Tarifen und einer erneuten Kostenentlastung für die österreichischen Unternehmen, wurden sowohl weitere Kunden gewonnen als auch die Consulting-Schiene ausgebaut.

539 neue Kunden im ersten Halbjahr 2003 - davon 232 aus dem Ausland

Auch im zehnten Jahr des Bestehens des ARA Systems konnte die ARA AG im ersten Halbjahr 2003 weitere 539 Neukunden gewinnen - damit erhöht sich die Zahl der Kunden von 13.051 (per 31.12.2002) auf 13.326 (per 30.6.2003). Ein beachtlicher Anteil von 232 - mehr als zwei Fünftel - entfällt dabei auf Neukunden aus dem Ausland. Dieser hohe Anteil folgt damit einem Trend, der auch in den Supermarktregalen beobachtet werden kann, nämlich dem Angebot neuer Produkte aus dem Ausland.

Geringerer ARA-Umsatz entlastet österreichische Unternehmen

Wie geplant lag der Umsatz der ARA im ersten Halbjahr mit rund 70 Mio. Euro unter dem Vorjahr (1-6 2002: 73,5 Mio. Euro). Und auch im Gesamtjahr 2003 wird der Wert mit prognostizierten 140 Mio. Euro einen Rückgang gegenüber 2002 (155 Mio. Euro) aufweisen. Das bedeutet für heuer einen um 15 Mio. Euro geringeren Aufwand für die Wirtschaft. "Über unsere günstigen Tarife und erneuten Tarifsenkungen, die durch die Ausnutzung aller Kostensenkungspotenziale erreicht werden konnten, werden wir auch 2004 den österreichischen Unternehmen eine finanzielle Last abnehmen können: Wir sind in der Lage, im nächsten Jahr zusätzlich 4,6 Mio. Euro für die heimische Wirtschaft zu sparen", so Dkfm. Christian Stiglitz, Vorstand der ARA AG.

2004: Günstige bzw. niedrigere Tarife entlasten Wirtschaft

"Dies ist zum einen möglich, da wir unsere Tarife für 2004 auf dem günstigen Niveau halten bzw. bei fünf Tarifgruppen die Preise verringern konnten: Die Kosten für Papier-Verkaufsverpackungen sinken um 12%, jene für Papier-Transport-Verpackungen um 9%. Der Tarif für Einweg-Glas wird um 6% unter dem bisherigen liegen. Bei den kleinen Ferrometallen reduzieren sich die Kosten um 3%, bei den großen Ferrometallen um 6%."

Neue Tarifstruktur im Kunststoff-Bereich bringt Einsparungen bis zu 39%

Zum anderen trägt die neue Tarifstruktur für Kunststoffverpackungen wesentlich zu den Einsparungen im nächsten Jahr bei. Auf Basis aktueller Analyseergebnisse der Anfallmengen in der Haushalts- und Gewerbesammlung wird künftig die Tarifgruppe "7.1 Kunststoff groß" entfallen. Viele Verpackungen, die bisher dieser Gruppe zugeordnet waren, können dann mit dem günstigen Tarif für "Industrie/Gewerbe- und Große Kunststoff-Verpackungen" lizenziert werden. Das bedeutet Kostenreduktionen von bis zu 39% - je nach Zuordnung der Kunststoffverpackungen.

Durchschnittliche Lizenzierungskosten seit 1995 um rund 47% gesenkt

Die durchschnittlichen Lizenzierungskosten pro Tonne Verpackungsmaterial werden 2004 somit cirka 165 Euro betragen. Vergleichsweise zahlten ARA-Kunden 1995 noch 310 Euro pro Tonne Verpackungsmaterial, 2003 kostet eine Tonne 170 Euro. "Für die kommenden Jahre werden wir alles daran setzen, die Tarife stabil bzw. allfällige notwendige Erhöhungen so gering wie möglich zu halten -trotz zu erwartender, beträchtlich kostensteigender Entwicklungen wie etwa dem Roadpricing", so Stiglitz.

Insgesamt unterstützt das ARA System durch sein effizientes Management sowie laufende Prozessoptimierungen die Firmen in der Alpenrepublik 2004 bereits mit Tarifsenkungen von etwa 114 Mio. Euro gegenüber 1995.

Nach Packstoffen gesehen, erzielte die ARA bei den lizenzierten Mengen (gemessen in Tonnen) im ersten Halbjahr 2003 ein deutliches Plus von 6,8% bei Kunststoffen. Dazu erhöhten sich auch die Mengen von Glas (+4%), Papier (+2%) und Metall (+1%). Bei Holzverpackungen wurde ein leichter Rückgang registriert.

Betrachtet man die Aufteilung der Packstoffe nach Einnahmen im Vergleichszeitraum 1-6 2002 und 1-6 2003, so bleibt diese nahezu unverändert: Der Anteil von Glas am Gesamtumsatz stieg von 11% auf 12%, jener von Metallen von 10% auf 11%. Denselben Prozentsatz wie im Vorjahr hielten Holz mit etwa 1%, Kunststoffe mit rund 55% und Materialverbunde mit 4%. Lediglich der Anteil von Papier sank um einen Prozentpunkt auf 17%.

Mehr gesammelt und verwertet - 325.899 t Verpackungsabfall

Die Sammel- und Verwertungsmenge stieg im ersten Halbjahr um rund 2% auf 325.899 t (nach 319.194 t 1-6 2002). Nach Packstoffen setzt sich dieser Wert folgendermaßen zusammen: 45% entfallen auf Papier, Karton, Pappe und Wellpappe, 31% auf Glas, 18% auf Leichtverpackungen, 4% auf Metalle und 2% auf Holz.

Enorme Sammelmoral der ÖsterreicherInnen

"Es ist wieder an der Zeit, den ÖsterreicherInnen ein großes Lob auszusprechen. Ihre Sammelmoral ist weiterhin weltweit vorbildhaft. Nicht umsonst gelten wir international als vorbildliches Sammelland mit einem bequemen und gut funktionierenden Sammelsystem", so Dkfm. Christian Stiglitz.

~ Über 1 Mio. Sammelbehälter und über 1,1 Mio. Gelbe Säcke: lückenlose Sammelinfrastruktur - das bequemste Verpackungssammelsystem der Welt ~

Vorzeigeland ist Österreich aber nicht nur wegen der hervorragenden Sammelmoral der Bevölkerung, sondern auch auf Grund der beinahe lückenlosen Sammelinfrastruktur. Exakt 1.035.085 Sammelbehälter stehen der Bevölkerung zur Verfügung. Weiters sind 1.150.784 Haushalte an die Sacksammlung angeschlossen und können daher auf den "Gelben Sack" für Leichtverpackungen zu Hause zugreifen. "Damit hat das ARA System ein Netz an Sammelhilfen über das Land gespannt. Die rund 220 AbfallberaterInnen der Gemeinden und Verbände informieren die BürgerInnen in Kooperation mit dem ARA System über den richtigen Umgang mit Verpackungsabfall", erläutert Stiglitz.

ARA berät andere Staaten als vorbildliches Sammelsystem

Schon seit einigen Jahren ist die ARA im Bereich Consulting tätig und berät Umweltministerien und andere Sammelsysteme. "Wir haben eine zehnjährige Erfahrung und können unser Wissen an Länder weitergeben, die gerade im Begriff sind, Sammelsysteme auf- oder umzubauen", schildert Stiglitz. Ein Schwerpunkt der Consulting-Tätigkeiten liegt - in der historischen Tradition Österreichs - auf den EU-Beitrittsländern. Hier unterstützte die ARA kürzlich das ungarische Sammel- und Verwertungssystem Öko Pannon und die Organisation in Lettland bei der Umsetzung der Verpackungsverordnung.

Dänen informierten sich bei ARA über österreichische Sammelsystematik und Produzentenverantwortung

Auch eine dänische "Fact-Finding-Delegation" der städtischen Abfallentsorgungsorganisation R98 aus Kopenhagen informierte sich kürzlich bei der ARA über das österreichische Sammelsystem. Dänemark war einer der Vorreiter bei Pfand-Lösungen und gilt bis heute als eine der führenden Pfandnationen. Dennoch gibt es auch in Dänemark Überlegungen, zusätzlich ein System mit erweiterter Produzentenverantwortung - wie jener in Österreich - einzuführen. "Die Dänen haben erkannt, dass ein Pfand auf Getränkeverpackungen nicht die Lösung für alle Probleme ist, und die Ziele der neuen EU-Direktive so nicht zu erreichen sein werden", so Dkfm. Christian Stiglitz.

Die neue Deponieverordnung, die ab 1. Jänner 2004 in Kraft tritt, wird sich auch auf das ARA System auswirken, obwohl primär der Restmüll betroffen ist. Denn durch die Maßnahmen und Investitionen, insbesondere der kommunalen Abfallwirtschaft, entstehen neue Synergiepotenziale. Diese wird das ARA System dort nutzen, wo es zu Einsparungen für alle Betroffenen kommt und es die Sammelarbeit der KonsumentInnen erleichtert. Im Besonderen geht es um Leichtverpackungen, die bisher in der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack gesammelt und nach dem Aussortieren der stofflich verwertbaren Kunststoffe thermisch verwertet wurden. Das ARA System wird sich in einigen Regionen in Absprache mit den Kommunen künftig auf die Sammlung von sortenreinen, stofflich verwertbaren Kunststoffverpackungen konzentrieren können. Kleine Kunststoffverpackungen werden dort im Restmüll mitgesammelt und in den kommunalen Anlagen thermisch genutzt.

EU-Wettbewerbsbehörde genehmigt ARA System

Erfreulich ist für das ARA System auch die jüngst erhaltene Post aus Brüssel: Nach jahrelanger und eingehender Prüfung bescheinigte die EU-Kommission vergangene Woche dem ARA System die "Unbedenklichkeit".

Stiglitz zeigt sich erfreut: "Endlich wird nun auch offiziell bestätigt, dass durch das ARA System keine Wettbewerbsverzerrung gegeben ist. Ich hoffe, dass nun auch alle derartigen Vorwürfe verstummen werden, die von einigen Seiten immer wieder vorgebracht wurden und man zur Kenntnis nimmt, dass das ARA System ein fairer und wettbewerbsorientierter Marktplayer ist."

Mit dieser Entscheidung werden von der DG Wettbewerb die wichtigsten Verträge des ARA Systems gutgeheißen. Das betrifft sowohl die Entpflichtungs- und Lizenzvereinbarungen mit den über 13.300 ARA Kunden, die Verträge zwischen ARA und den Branchenrecycling-Gesellschaften (BRG) sowie die Vereinbarungen der BRG mit den Gebietskörperschaften und Entsorgern. Im Bereich der Haushaltssammlung von Leicht- und Metallverpackungen ist die Freistellung dabei mit einigen Auflagen verbunden. Es geht hier konkret um einen freieren Zugang konkurrierender Systeme.

"Obgleich wir darüber etwas verwundert sind - hat doch bisher noch kein Mitbewerber einen ernsthaften Schritt unternommen, in diesem Bereich aktiv zu werden - werden wir diese Auflagen genau prüfen. Sie dürfen jedenfalls nicht zu Wettbewerbsverzerrungen und zu Vorteilen einiger weniger und zu Nachteilen für die große Masse der Unternehmen führen", legt Stiglitz klar.

"Als nicht-gewinnorientiertes Unternehmen und treuhändischer Dienstleister der Wirtschaft, haben wir bei der Umsetzung der Verpackungsverordnung stets größten Wert auf die Gleichbehandlung aller Lizenzpartner gelegt. Diese Gleichbehandlung werden wir auch für die Zukunft fordern. Wir sind jedenfalls überzeugt, in einem fairen Wettbewerb unseren Kunden auch weiterhin das beste Angebot im Haushalts- und Gewerbebereich zu bieten", ergänzt Stiglitz abschließend.

Bildmaterial: Fotos finden Sie zum Downloaden auf der Website http://www.ara.at

Rückfragen & Kontakt:

Dkfm. Christian Stiglitz (Vorstand)
Altstoff Recycling Austria AG
Tel.: 01/599 97-201

Christian Mayer (Leiter der Kommunikation)
Altstoff Recycling Austria AG
Tel.: 01/599 97-301

Mag. Brigitte Mühlbauer, Menedetter PR,
Tel.: 01/533 23 80

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