Altpapiersammeln wird attraktiver

Pro-Kopf-Sammelmenge in Österreich liegt bei 64 Kilogramm pro Person

Wien (PWK715) - Laut dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe ist ab 1. Jänner 2004 bei der Abfallsammlung, -behandlung und -entsorgung mit einer deutlichen Kostensteigerung zu rechnen. Als Begründung werden die erhöhte Mineralölsteuer, das künftige Road Pricing für LKW und vor allem die neue Deponieverordnung genannt, die eine aufwändige Behandlung von Restmüll erforderlich macht.

In diesem Zusammenhang stellt Michael Gröller, Präsident der Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, fest, dass es eine gute Gegenstrategie zu dieser Kostensteigerung gibt, nämlich die verstärkte Sammlung und effizientere Trennung von Altpapier. Es ist heute schon günstiger, Altpapier getrennt zu sammeln anstatt in den Restmüll zu werfen. Dieser ökonomische Vorteil wird bedingt durch die neue Deponieverordnung noch weiter gesteigert werden. Das in Österreich gesammelte Altpapier wird von den Papier-und Kartonfabriken im Produktionsprozess zur Gänze wieder eingesetzt. Das ergibt einen doppelten Nutzen. Altpapier ist ein umweltgerechter, wertvoller Rohstoff und die Sammlung entlastet die immer aufwändiger werdende Restmüllbehandlung.

Im Jahr 2002 hat die österreichische Papierindustrie 1,9 Millionen Tonnen Altpapier als Rohstoff eingesetzt. Davon mussten 915.000 Tonnen importiert werden. Infolge des hohen Importbedarfes trägt das Altpapiersammeln auch zur Standortsicherung bei. Unter diesen Voraussetzungen ist das hohe Sammelbewusstsein der österreichischen Bevölkerung besonders hervorzustreichen. Im Jahr 2002 wurden aus österreichischen Haushalten mehr als 510.000 Tonnen Altpapier in eigenen Behältern gesammelt. Damit liegt die Pro-Kopf-Sammelmenge in Österreich mit 64 Kilogramm um mehr als ein Drittel über dem Durchschnitt aller EU-Staaten. Eine weitere Steigerung der getrennten Altpapiersammlung ist umweltgerecht, volkswirtschaftlich sinnvoll und bringt den Haushalten den handfesten Vorteil von Einsparungen. Daher ist auch in Zukunft das Recyceln von Altpapier der bessere Weg. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Papierindustrie
Tel.: (++43-1) 588 86 261

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001