AK-Kalliauer: Mehr Steuergerechtigkeit statt Senkung der Gewinnsteu-ern!

Linz (OTS) - Das österreichische Steuersystem wird immer ungerechter: Bei steigenden Gewinnen bleiben die Steuereinnahmen zurück, andererseits wächst trotz nur moderat steigender Lohneinkommen die Lohnsteuer kräftig. Die Forderung von WK-Präsident Leitl nach Senkung der Gewinnsteuern ist daher abzulehnen, so AK-Präsident Johann Kalliauer.
Mit der Zauberformel Wirtschaftsstandort fordert die Wirtschaft weitere Senkungen der Gewinnsteuern. Die Gewinnbesteuerung ist
aber in Österreich ohnehin sehr moderat. Mit einem Steuersatz von 34 Prozent liegt Österreich im Mittelfeld und die tatsächliche Steuerbelastung liegt sogar bei weitem darunter. Internationale Studien belegen, dass die Gewinnsteuerleistung in Österreich nur 18 Prozent beträgt. Dies stellt den niedrigsten Wert innerhalb der EU dar.
Vorgeschoben von den Unternehmern ist auch das Argument der EU-Erweiterung: Denn Unternehmen können schon lange Produktionen in die Beitrittsländer verlagern, wenn sie meinen, dass sich dies rechnet. Die äußerst großzügigen Steuerbefreiungen in Sonderwirtschaftszonen für ausländische Investoren müssen die Beitrittsländern aber nach dem Beitritt auslaufen lassen. Das heißt, dass das Steuerdumping durch die Beitrittsländer in Wirklichkeit weniger wird.
Es ist daher im Gegensatz zu den gebetsmühlenartigen Forderungen der Wirtschaft notwendig, dass die kleinen und mittleren Einkommensbezieher kräftig entlastet werden, fordert Kalliauer. Um die Konjunktur anzukurbeln ist eine sofortige Stärkung der Kaufkraft und ein Investitionsförderungsprogramm notwendig. Eine weitere Absenkung des Gewinnsteuersatzes würde keinen Beitrag zur Stützung der Konjunktur leisten.

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