LH Haider wertet Marienanstalt in Maria Saal offiziell zur Schule auf

Jetzt Expositur der Heilstättenschule 2/Klagenfurt - Klares Ja zu Förderung und Integration behinderter Menschen

Klagenfurt (LPD) - Die Marienanstalt in Maria Saal ist jetzt auf Initiative von Schulreferent Landeshauptmann Jörg Haider offiziell eine Schule, genauer gesagt eine Expositur der Heilstättenschule 2 in Klagenfurt. Damit ist für die Marienanstalt ein langjähriger Wunsch in Erfüllung gegangen, hatte es bislang seit Jahren keine rechtliche Regelung dafür gegeben. Wie Rudolf Hanak, Rechtsberater der Marienanstalt, sagte, habe er sehr lange für den Schulstatus gekämpft, um das Land als Schulerhalter zu gewinnen und freue sich nun umso mehr über den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen dank der Förderung und Initiative des Landeshauptmanns.

Wie Haider unterstrich, sei es ihm generell ein besonderes Anliegen, das Leben von Behinderten weiter zu erleichtern und deren Integration voranzutreiben. In diesem Zusammenhang wies der Landeshauptmann auf die Behindertenmilliarde des Bundes hin. Daraus gab es im Vorjahr fast 5 Millionen Euro für Maßnahmen zur Unterstützung, um die Lebens- und/oder Arbeitsplatzsituation von über 1800 Kärntnerinnen und Kärntnern zu verbessern. Auch als Personalreferent des Landes habe er dafür gesorgt, dass nicht nur die Zahl der geschützten Planstellen erhöht wurde, sondern dass Menschen mit Behinderung auch auf ganz normalen Planstellen eine Beschäftigung erhalten. Mit 200 mehr als die gesetzliche Quote fordert, zeige sich Kärnten als Bundesland, dass die Kriterien für die Beschäftigung Behinderter im öffentlichen Dienst vorbildhaft erfülle, so Haider.

Die Marienanstalt in Maria Saal wird seit über 20 Jahren von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern als privates Heim für Schwerstbehinderte geführt. Heimleiterin ist Schwester Oberin Ulrika Lackner. Die dort untergebrachten schwerstbehinderten Kinder galten bis Anfang der 90er Jahre als nicht beschulbar. Es gab jedoch Bestrebungen dahingehend, auch für diese Kinder einen Unterricht zu ermöglichen. Ab dem Schuljahr 1990/91 hat die Sonderschule für Schwerstbehinderte in Klagenfurt/Waidmannsdorf die drei Klassen in der Marienanstalt mitbetreut. Es wurde jedoch diese "Expositur" nie mittels Bescheid festgelegt, so dass die Marienanstalt in rechtlicher Hinsicht nicht den Status einer Schule genoss, obwohl dort seit über zehn Jahren unterrichtet wurde.

Mittels Bescheid hat jetzt Schulreferent LH Haider der Heilstättenschule 2 in Klagenfurt - Schulleiterin ist Direktor Elisabeth Brunne - die Bewilligung zur dislozierten Führung von drei Sonderschulklassen als Expositurklassen in der Marienanstalt erteilt. Diese drei Expositurklassen unterrichten derzeit acht Lehrpersonen, und zwar drei Sonderschullehrerinnen als Klassenvorstände, drei Sonderschullehrerinnen als Begleitung zur individuellen Förderung, eine Werklehrerin und eine Religionslehrerin.

Seit dem heurigen Schuljahr ist auch ein Behindertenpädagoge dieser Expositur zugeteilt und für einen Tag pro Woche ein Behindertensportlehrer. Wie der Schulreferent erklärt, sei es nun weitgehend möglich, individuelle und spezielle Förderung und Betreuung zu gewährleisten. Ebenso ist es auch möglich, Lehrausgänge zu machen, schwimmen zu gehen und somit den wichtigen Kontakt zur Öffentlichkeit herzustellen.
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