Jetzt fix: Kärntner Pflegescheck wird Pilotprojekt ab 2004

LH Haider und Staatssekretärin Haubner betonen Unterstützung der Pflege daheim - Verein als Träger, Projekt läuft in Klagenfurt/Waidmannsdorf und Steindorf

Klagenfurt (LPD) - Kärnten setzt eine weitere bedeutende soziale Initiative. Landeshauptmann Jörg Haider und Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner haben heute im Rahmen der Enquete "Altwerden zuhause" in Klagenfurt bekanntgegeben, dass das Pilotprojekt "Altwerden zuhause" mit dem Pflegescheck von 1000 Euro pro Jahr fixiert ist. Demnach startet das Pilotprojekt ab 2004 in Klagenfurt/Waidmannsdorf und in Steindorf am Ossiacher See. Träger des Pilotprojektes ist der neu konstituierte Verein "Altwerden zuhause". Obfrau ist die Bürgermeisterin von Steindorf, Marialuise Mittermüller, geschäftsführender Obmann ist der Landtagsabgeordnete Sigi Jost.

Wie Landeshauptmann Haider betonte, sei die Initiative für den Pflegescheck, der als Gutschein zahlreiche Leistungen und Verbesserungen zugunsten der Pflegedürftigen sowie auch der Angehörigen ermöglicht, enorm wichtig aufgrund des stetig steigenden Pflegebedarfes. Den Familien mit Pflegebedürftigen in ihrer Pflege zuhause beizustehen, solle endlich eine Chance gegeben werden. Ziel sei es, nach der einjährigen Pilotphase, die auch alle Bedürfnisse rund um die Pflege im Sinne eines Netzwerks erkunden soll, den Pflegescheck flächendeckend 2004/2005 in ganz Kärnten umzusetzen, so Haider. 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden innerhalb der Familien gepflegt. Mit den 1000 Euro soll beispielsweise auch der zweiwöchige Urlaub für die pflegenden Angehörigen und die Unterbringung sowie optimale Betreuung in bestimmten Einrichtungen -in Klagenfurt ist es das Sanatorium Maria Hilf - sichergestellt werden können.

Staatssekretärin Haubner sagte, dass das Pilotprojekt einmal von rund 500 Personen ausgehe, diese Zahl könne jedoch nach oben verändert werden. Sie bezifferte das Pilotprojekt mit Kosten in Höhe von rund 600.000 bis 700.000 Euro. Sie zeigte sich sehr erfreut über die konkrete Initiative des Landeshauptmanns, die Pflege und das Altwerden daheim zu unterstützen. Kärnten sei schon einmal Vorreiter beim Kinderbetreuungsgeld gewesen. Es dürfte auch beim Pflegesscheck wieder Pionierarbeit für Österreich leisten, gab sich Haubner zuversichtlich.

Bei der Enquete wurden zahlreiche Impulsreferate zum Themenbereich Pflege daheim gehalten. Univ. Prof. Joachim Bodenhöfer unterstrich die Wichtigkeit der gezielten Förderung. Ein Pflegescheck ermögliche Wettbewerb und Vielfalt, was eine Verbesserung für die Pflegebedürftigen bzw. deren Angehörige bedeute. Die Krankenpflegerin Monika Lackner aus Vorarlberg, der Krankenpfleger Gerhard Spreitzer und Armin Rauter vom Sozialpflegeverband Spittal/Drau sowie Arzt Bruno Burchhart sprachen über ihre Erfahrungen und Vorschläge über die Pflege daheim und zur Verbesserung der Lebensqualität für alte Menschen.

Haubner und Haider hatten heute auch Alten- und Pflegeheime in Klagenfurt besucht.
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