ÖGB-Kongress: PensionistInnen und Jugend erhalten mehr Mitsprache

PensionistInnen fordern faire Pensionsanpassungen und Erhalt des freien Zugangs zum Gesundheitssystem

Wien (ÖGB). "Die Solidarität zwischen den Generationen funktioniert im ÖGB", sagt der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz. Gemeinsam erkämpften Gewerkschaftsjugend und ÖGB-PensionistInnen beim Bundeskongress mehr Mitbestimmungsrechte für "Alt und Jung" im ÖGB.++++

Der Initiativantrag der Jugend für mehr Mitsprache von "Jung und Alt" im ÖGB, den VertreterInnen der Jugend als auch der ÖGB-PensionistInnen in der Debatte überzeugend begründeten, bekam die nötige zwei Drittel Mehrheit der Delegierten. Damit erhalten sowohl die Österreichische Gewerkschaftsjugend als auch die ÖGB-PensionistInnen je vier stimmberechtigte Mitglieder im ÖGB-Bundesvorstand zugesichert. Zusätzlich wird auch der Einzug von je einem Vertreter der Jugend und der ÖGB-PensionistInnen mit beratender Stimme in das ÖGB-Präsidium statutarisch verankert.

Die weiteren Forderungen der ÖGB-PensionistInnen konzentrieren sich vor allem auf die Sicherung der Pensionen. "Wir wollen eine verfassungsrechtliche Verankerung des umlagefinanzierten Pensionssystems, damit faire Pensionen für die Älteren und die Jungen gewährleistet sind", sagt der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz. Um die Pensionen zu sichern, sei ein absoluter Vorrang der Beschäftigungspolitik nötig, heißt es in den Anträgen der ÖGB-PensionistInnen. Die Altersarmut soll durch eine eigenständige Alterssicherung für Frauen und die Vereinheitlichung sowie Anhebung der Richtsätze für Sozialhilfe und Ausgleichszulagen bekämpft werden.

Weiters verlangen die PensionistInnen die Abgeltung der Teuerung bei der jährlichen Pensionsanpassung und den Erhalt des freien Zugangs zum Gesundheitssystem.

Nachfolgend finden Sie einige der wichtigsten Forderungen der ÖGB-PensionistInnen:

Sichere und faire Pensionen
Die ÖGB-PensionistInnen fordern
O Konkrete Maßnahmen zur Verhinderung der stark steigenden Altersarbeitslosigkeit und zur Sicherung der Erwerbstätigkeit älterer ArbeitnehmerInnen. Dazu gehören auch Schutz- und Qualifizierungsmaßnahmen, neue Beschäftigungsformen und
-modelle als Übergang zur Pension.
O Höhere Einstiegslöhne und -gehälter für Junge bei insgesamt gleichem Lebenseinkommen.
O Eine klare und leicht nachvollziehbare Formel für die jährliche Pensionsanpassung
O die Berücksichtigung der Teuerungsrate bei der Pensionsanpassung

Ein für alle leistbares umfassendes Gesundheitssystem
O Keine neuen Selbstbehalte, Überprüfung der bestehenden auf ihre Sinnhaftigkeit.
O Die Wiedereinführung der beitragsfreien Mitversicherung für kinderlose (Ehe-)
PartnerInnen.

Die vollständigen Anträge im Wortlaut finden Sie in der Rubrik "Anträge" auf www.oegb.at/bundeskongress.

ÖGB, 16. Oktober 2003
Nr. 864

Der ÖGB-Bundeskongress wird auch live im Internet (www.oegb.at) übertragen.

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