FÜR DIE ZUKUNFT GUT GERÜSTETES INSTITUT IN SCHARFLING FEIERT GEBURTSTAG

Herauforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie werden bravourös gemeistert

Mondsee (OTS) Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Institutes für Gewässerökologie, Fischereibiologie und Seenkunde in Scharfling findet morgen, am 17. Oktober 2003, ein Festakt im Festsaal des Schlosses Mondsee statt. Das traditionsreiche Institut ist eine Servicestelle für die Fischerei in Österreich. Das Aufgabengebiet hat sich den aktuellen Herausforderungen stets angepasst und den Interessenswandel in der Gesellschaft gut vollzogen. Heute bilden die Arbeiten zur EU-Wasserrahmenrichtlinie ein wichtiges Betätigungsfeld für das Institut am Mondsee. Die angewandte Forschung zur Erhaltung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer und die Sicherung der Vielfalt heimischer Fischarten und der Fischgesundheit sind dabei zentrale Aufgaben. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft anlässlich der bevorstehenden Feierlichkeiten in Mondsee mit.****

Die EU-Wasserrahmenlinie stellt die zentrale Herausforderung für die Wasserwirtschaft in der Zukunft dar. Für das Institut für Gewässerökologie, Fischereibiologie und Seenkunde sind es vor allem die Fragen der Erhaltung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer und die Sicherung der Vielfalt heimischer Fischarten und der Fischgesundheit, die vorrangig zu bearbeiten sind. Die Funktion der Fische als Indikator für die Beschaffenheit der Gewässer wurde früh erkannt. Heute haben sie aufgrund ihrer hohen Sensibilität gegenüber Veränderungen des Lebensraumes eine Indikatorfunktion für die Bewertung der Gewässer gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie. Deshalb zählt der Aufbau einer österreichweiten Fischdatenbank sowie fischökologische Bewertungssysteme für Fließgewässer und Seen zu den derzeitigen Kernaufgaben des Instituts.

Im Rahmen der Bemühungen zur Erhaltung der Vielfalt autochthoner Fischarten hat sich das Institut seit seiner Gründung der Aufzucht von Fischarten gewidmet, die mit herkömmlichen Methoden schwierig aufzuziehen sind. Arten wie Reinanken, Seeforellen, Bachforellen, Seesaiblinge, Äschen, Hechte, Aalrutten werden mit lebendem Plankton aus dem Mondsee und Wallersee angefüttert. Die Aufzucht von gefährdeten heimischen Fischarten zur Bestandsaufstockung und Wiedereinbürgerung in Gewässer sowie die Bereitstellung von Laichmaterial und die Sicherung von Genmaterial bilden die Grundlage zur Erfüllung der EU-Wasserrahmenrichtline.

Seit jeher ist das Institut in Scharfling auch ein Zentrum der Aus-und Fortbildung für die (Berufs-)Fischerei. Neben den vierwöchigen Berufslehrgängen bietet das Institut eine Palette an Kurzkursen und Informationsveranstaltungen auf verschiedenen Gebieten an. Beratung, Untersuchungen, Sachverständigentätigkeit und Information sind weitere wichtige Arbeitsgebiete. Im Laufe der Zeit wurden in Scharfling des weiteren zahlreiche Methoden entwickelt, die heute weltweit Anwendung finden. Am bekanntesten wurde der "Scharflinger Futterautomat".

Am Samstag den 18. Oktober 2003 besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines "Tag der offenen Tür", das Institut und die Gebäude näher kennen zu lernen.
In der Fischzuchtanlage Kreuzstein sind für 09.00, 10.30, 13.00 und 14.30 Uhr Führungen vorgesehen.

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