Pilotprojekt: SPÖ bezeichnet Haider-Scheck als ungedeckt

Haider-Konzept bedeutet massive Verschlechterungen zu bereits beschlossenen Maßnahmen

Klagenfurt (SP-KTN) - "Haiders nächste blaue Seifenblase ist das erste Pilotprojekt, das eine Schlechterstellung zu bereits beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung darstellt", stellte Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut am Donnerstag fest. "Nimmt man etwa den Urlaub für pflegende Angehörige her, dann können diese nach dem Beschluss der letzten Regierungssitzung künftig zwei Wochen auf Landeskosten Urlaub nehmen, wo und wann sie wollen, haben also die Wahlmöglichkeit und sind an keine Einrichtung gebunden", nannte Schaunig nur als ein Beispiel für Verschlechterungen im konzeptlosen Haider-Projekt.

"Besser als einen neuen Gerätepool zu schaffen wäre es, wenn das Land die Selbstbehalte bei Pflegehilfsmittel für die Angehörigen übernimmt, entsprechende Vorstöße hat Landeshauptmann Haider bis jetzt nicht haben wollen, wir können dies aber ebenso in der nächsten Regierungssitzung ohne Probleme sofort beschließen, dann hätten die Betroffenen die Wahlmöglichkeit aus qualitativen Angeboten professioneller Anbieter, statt einen spröden Gerätepool, der eine schlechter Qualität bedeuten würde", sagte die Kärntner Soziallandesrätin.

"Haiders Schecks sind ebenso wie die blauen Seifenblasen in der Vergangenheit nacheinander geplatzt", erinnert SP-Soziallandesrätin Schaunig-Kandut an den Kinderscheck-Pilotversuch in zwei Kärntner Gemeinden. "Was daraus geworden ist, haben wir leider miterlebt. Das Karenzgeld wurde einfach gedehnt, umbenannt und mit einem blauen Stempel versehen. Besser wurde dadurch nichts, schlechter schon", zeigte sich Schaunig-Kandut sicher, dass es beim versprochenen Pflegescheck von Landeshauptmann Jörg Haider ähnlich ablaufen wird.

"Wollen wir jeden Pflegebedürftigen in Kärnten 1000 Euro im Jahr zukommen lassen, dann ist es kein Problem dies in der nächsten Regierungssitzung zu beschließen, da brauchen wir keine Schecks und Illusionen", sagte Schaunig und führte fort: "Ich bin schon jetzt gespannt welcher Strategien sich der Kärntner Landeshauptmann dann bedient, um das Geld für die Betroffenen zu verhindern".

Dass Haider sich nun rühmt, in Kärnten das "Alt werden zuhause" ermöglicht zu haben, ist kein Verdienst des Landeshauptmanns. "Ich möchte daran erinnern, dass erst in der Vorwoche Haider im Rahmen einer üblen Kampagne versucht hatte, diese Tagesordnungspunkte von der Landesregierungssitzung zu kippen, damit dieses zukunftsträchtige Paket für die pflegenden Angehörigen nicht beschlossen wird, was Gott sei dank durch die SPÖ verhindert trotzdem durchgesetzt wurde. Ich frage mich, wie weit Haiders Gedächtnis zurückreicht, dass er nun etwas als großen Erfolg seiner Partei verkauft, das er am liebsten verhindert hätte", deckte Schaunig-Kandut Haiders Doppelspiel auf.

Um den Angehörigen ihren wohl verdienten Urlaub zu ermöglichen, brauchen sie nicht erst einen inhaltlosen Scheck, der das Papier nicht wert ist, auf dem er steht. "Ein Blatt Papier kann niemanden pflegen und mehr ist Haiders-Projekt nicht wert. Ich möchte daran erinnern, dass die Angehörigen mit der Verabschiedung des Pflegenetzwerkes ohnehin Anspruch auf Urlaub haben und für die Pflege ihrer Angehörigen Sorge getragen wird.", ließ Schaunig-Kandut Haiders Scheck-Versprechen platzen. (Schluss)

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