FORMAT: Volksbanken planen Bawag-Einstieg

Bankenholding soll 51 Prozent an Bawag halten.

Wien (OTS) - Der General der Österreichischen Volksbanken AG Klaus Thalhammer verhandelte seit Juli mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Landesbank Werner Schmidt über einen Einstieg bei der Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag). Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Der überraschende Tod von ÖVAG-Chef Thalhammer am 22. September führte zu einer Unterbrechung der streng vertraulichen Verhandlungen. Ein vereinbartes Treffen zur Unterzeichung eines Letter-of-Intent mußte deshalb abgesagt werden.

Die BayernLB hält derzeit 46,43 Prozent an der Bawag, der Rest wird vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) kontrolliert. Die Machtverhältnisse in der Bawag sollten sich laut FORMAT zu Gunsten einer neu zu errichtenden, in Wien domizilierten Bankenholding verschieben:

Die BayernLB sollte per Jahresende für rund 630 Millionen Euro 21 Prozent an die ÖVAG verkaufen und sich auf eine Sperrminorität von 25,43 Prozent zurückziehen. Die ÖVAG würde in weiterer Folge 4,57 Prozent vom ÖGB übernehmem und damit ihre Beteiligung auf 25,57 Prozent aufstocken. Im nächsten Schritt sollten ÖVAG und BayernLB ihre Anteile in einer gemeinsamen Bankenholding bündeln, die dann 51 Prozent der Bawag kontrolliert. Die ÖGB-Stiftung behielte ihren 49-Prozent-Anteil sowie alle Sonderrechte.

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