Caritas: Verwundert über Innenministerium

Unsachliche Unterstellungen statt Fakten

Wien (OTS) - "Verwundert" zeigt sich Werner Binnenstein-Bachstein, der zuständige Bereichsleiter der Caritas der Erzdiözese Wien über die Reaktion des Innenministeriums auf die heutige Errichtung eines Notquartiers in der Konzilsgedächtniskirche durch die Caritas. "Geboten werden unsachliche Unterstellungen statt Fakten", so Binnenstein-Bachstein. Alleine die Feststellung NGO's hätten "bislang keinen einzigen Betreuungsplatz zur Verfügung stellen können," sei kaum nachvollziehbar. Faktum ist, dass alleine die Caritas der Erzdiözese Wien Plätze für über 600 Asylwerberinnen zur Verfügung stelle, obwohl die Versorgung dieser Menschen eine Verpflichtung des Bundes sei. Davon seien rund 100 sogar Bundesbetreuungsplätze in einem Haus, das die Caritas erst im vergangenen Frühjahr über die Gemeinde Wien dem Innenministerium angeboten habe.
"Etwas komplexer als die einfache Darstellung des Innenministeriums ist auch die Geschichte der 108 Personen die das Innenministerium von der Caritas übernommen habe," so Binnenstein-Bachstein. Denn diese 108 Personen waren zuerst vom Bundesministerium selbst nicht untergebracht und zur Caritas geschickt worden. Sie stammen daher nicht aus der "stationären" Caritasbetreuung. "Es sind Frauen und Männer, die mangels anderer Möglichkeiten und Angebote von Seiten des Bundes im Asylzentrum der Caritas gelandet sind und für die die Caritas die Verantwortung des Bundes beim Innenministerium eingemahnt hat." Insgesamt habe die Caritas in den vergangenen Wochen Listen mit rund 400 Namen an des Innenministerium weitergeleitet, berichtet der Caritasverantwortliche. Fünfmal habe es eine Abholung mit Bussen gegeben, für insgesamt 108 Personen "einen Transport der eigentlich ab Bundesasylamt ohne Umweg über die Caritas erfolgen hätte müssen," so Binnenstein-Bachstein.
Und Binnenstein-Bachstein erstaunen die Vorwürfe des Innenministeriums, die NGOs hätten nichts zur Lösung der Unterbringungsfrage beigetragen. Denn "die Caritas der Erzdiözese Wien hat - wie auch andere Hilfsorganisationen - dem Innenministerium mehrfach angeboten binnen 36 Stunden ein komplettes, fachlich qualifiziertes Betreuerteam zur Verfügung zu stellen, und das zusätzlich zu den bereits versorgten Frauen, Männern und Kindern, die laut Urteil des Obersten Gerichtshofes eigentlich vom Bund versorgt werden müssten."

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