Rauch-Kallat: Clearing-Stellen in jedem Bundesland sollen Eltern und Ländern zur Bedarfsdeckung verhelfen

In maximal 6 Monaten soll Kommission Strategien für Bedarfsdeckung entwickeln

Wien (OTS) - Der runde Tisch Kinderbetreuung war für Frauenministerin Maria Rauch-Kallat ein Erfolg und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Es sei wichtig, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern alles daran setzt, um die letzten Lücken bei der Kinderbetreuung zu schließen. "Grundvoraussetzung um Frauen eine echte Wahlfreiheit zwischen Kind und/oder Karriere zu geben ist, dass ausreichend Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stehen", sagte heute, Montag, Frauenministerin Maria Rauch-Kallat beim runden Tisch zur Kinderbetreuung. Vorrangig sei es notwendig, realistische Zahlen über den tatsächlichen Bedarf auf dem Tisch zu haben.

Hierzu forderte Rauch-Kallat Clearing-Stellen in jedem Bundesland, an die sich Eltern, die ihren Bedarf an Kinderbetreuung nicht (in ihrer Gemeinde) decken können, wenden sollen. "Das wäre mehr Service für Eltern beim Auffinden vorhandener Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Gleichzeitig könnte dadurch laufend der tatsächliche Bedarf festgestellt werden und den Ländern die Arbeit bei der Planung und Koordination der Kinderbetreuung erleichtern. Niederösterreich und Vorarlberg haben bereits derartige Clearing-Stellen.

Zur weiteren Vorgangsweise wurde eine Kommission eingesetzt, die in vier bis sechs Monaten Strategien zur konkreten Bedarfsdeckung erarbeitet", so Rauch-Kallat. Diese Kommission soll aus Vertretern/innen des Bundes (Sozialministerium, Frauenministerium, Bildungsministerium) sowie allen Bundesländern, Gemeinde- und Städtebund und den Arbeiter-, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammern bestehen und rasch zu arbeiten beginnen. "Ziel der Kommission ist es, flexible Modelle zu entwickeln und Bedarfsdeckung sicherzustellen." "Wichtig ist, dass wir rasch, also spätestens in einem halben Jahr, gemeinsam mit den Ländern zu konkreten Lösungen kommen und allen Müttern und Vätern Kinderbetreuungsplätze mit flexiblen Öffnungszeiten anbieten können", betonte Rauch-Kallat. Noch im November soll ein weiterer runder Tisch zur Kinderbetreuung stattfinden, bei dem es mit Einbindung des Bildungsministeriums schwerpunktmäßig um die Betreuung der Sechs- bis Fünfzehn-Jährigen gehen soll.

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