Korrektur zu OTS0208 von heute: Lückenlose Meldung des Aktienportfolios Grassers an den Unvereinbarkeitsausschuss erfolgt

Vermögensaufstellung wurde stets an den Rechnungshof übermittelt

Wien (OTS) - KORREKTUR: Es handelt sich im Absatz "Historie" immer um Euro. Die Schillingbeträge wurden irrtümlich angeführt.

KORRIGIERTE NEUFASSUNG:

Wien (OTS) - "Ich erwarte eine rasche Einberufung des Unvereinbarkeitsausschusses.", erklärt Finanzminister Karl-Heinz Grasser nach der heutigen Übersendung seines vollständigen, detaillierten Aktienportfolios an der Unvereinbarkeitsausschuss und weiter: "Die Aktien, an denen ich bei keinem Unternehmen mehr als 0,00 % halte, sind mit Sicherheit nicht mit meiner Position als Finanzminister unvereinbar. Damit ist die Sache vom Tisch."

Sehr wohl gemeldet hatte Grasser seine Vermögenslage dem Rechnungshof und weist darauf hin, dass in keinem einzigen Fall aufgrund der geringen Höhe der Anteile eine Einflussnahme auf ein Unternehmen und damit eine Unvereinbarkeit im Sinne des Unvereinbarkeitsgesetzes vorlag.

Die neuerlichen Vorwürfe des Grünen Sicherheits-Sprechers Peter Pilz, Grasser habe 295 Yline-Aktien gehalten und sich durch Insiderwissen bereichert, weist Grasser entschieden zurück: "Ich habe auf Anraten meines unabhängigen Vermögensberaters in zwei Tranchen am 18. und 22.12.2000 verkauft und das zu einem Zeitpunkt, nachdem die Yline-Aktie seit Anfang März im Zuge des allgemeinen Verfalls der Technologiewerte verloren hatte und auch von der Erste Bank bereits Mitte November von der Kaufempfehlung auf "Neutral" herabgestuft wurde. Drei Tage vor meinem ersten Teilverkauf Mitte Dezember platzte der Beko-Deal und auch meine Aktien verloren an einem einzigen Tag 22 Prozent, also über ein Fünftel ihres Wertes."

Zur Historie: Die Yline-Aktie erreichte am 6. März 2000 ihren Höchststand mit 278 Euro, verlor im Zuge des Verfalls der Technologiewerte an Wert und schloss nach dem geplatzten Deal mit Beko am 15. Dezember am 28.12.2000 mit einem Kurswert von 40 Euro.

Wie dem Unvereinbarkeitsausschuss übermittelt, kaufte Karl-Heinz Grasser am 15.11.1999 140 Stück Yline-Aktien zu 36,65 Euro, am 16.11.1999 155 Stück zu 35,80 Euro und verkaufte 145 Stück am 18.12.2000 zu 61 Euro und am 22.12.2000 150 Stück zu 44 Euro.

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