Innenministerium ist verwundert über die Notquartier-Aktion für Asylwerber der Caritas-Wien.

BM.I hat seine Betreuungsplätze verdreifacht und NGO's eingeladen, bei der Suche nach weiteren Quartieren behilflich zu sein.

Wien (OTS) - Obwohl das Innenministerium seine Betreuungsplätze in den letzten Jahren verdreifacht hat, galt es, den durch das Aussetzen der Richtlinie, zu erwartenden hohen Bedarf an zusätzlichen Quartieren rasch zu ermöglichen. Der "Asylgipfel" vom 17. September hatte daher zum Ziel, die nach dem OGH-Urteil zur Bundesbetreuung und der Aufhebung der Betreuungsrichtlinie eingetretene schwierige Situation zu klären. Für das Innenministerium (BM.I) war es absehbar, dass die eigenen 8.000 Betreuungsplätze nicht ausreichen würden. Deshalb galt es, rasch eine Lösung zusammen mit den NGO's und den Ländern zu finden, um insbesondere über die Wintermonate entsprechende Quartiere zur Verfügung stellen zu können - bei Übernahme der Kosten durch das BM.I. Leider haben die NGO's bislang keinen einzigen Betreuungsplatz zur Verfügung stellen können.

Dass die Caritas-Wien heute ein Notquartier einrichtet hat, liegt nicht am Kooperationsmangel des Innenministeriums oder dessen Beamten. Vielmehr hat das Innenministerium 108 Personen von der Caritas - Wien in seine Betreuung übernommen. Es fehlt bislang an der Bereitschaft seitens der Nichtregierungsorganisationen, eine rasche Lösung für diesen Quartierbedarf zu ermöglichen.

Diese Einladung zur Kooperation bei der Quartiersuche besteht nach wie vor.

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