Kopietz: "Das können wohl nicht einmal Klucsarits und Ulm ernst meinen!"

Strasser mutet Sicherheitsleuten inakzeptable Arbeitsbedingungen zu

Wien (SPW) "Die Herren Ulm und Klucsarits dürften offensichtlich nur selten den Kontakt zu den Menschen suchen. Täten sie dies ein wenig öfter, hätten sie wohl schon längst gemerkt, dass sich die Wienerinnen und Wiener bei allen Unannehmlichkeiten nicht vor Kaugummi, Papierchen und Hundstrümmern fürchten. Grund für ihre Verunsicherung ist die Tatsache, dass seit Monaten die Kriminalitätsrate kontinuierlich steigt, die Aufklärungsrate sinkt und Innenminister Strasser trotz Kenntnis über diese beunruhigende Entwicklung die Polizei und damit das stets hohe Wiener Sicherheitsniveau zu Grunde spart!", kommentierte der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. Harry Kopietz am Montag Aussagen der beiden Wiener ÖVP-Mandatare Rudolf Klucsarits und Wolfgang Ulm.

Die Rathauswache in eine so genannte kommunale Stadtpolizei einzugliedern, sei gerade im Falle von Klucsarits eine mehr als groteske Forderung. Dies umso mehr, da man annehmen könne, dem ÖVP-Mandatar sei als Mitglied des Wiener Landesfeuerwehrverbandes bekannt, dass es sich bei der Rathauswache um eine Abteilung der Wiener Berufsfeuerwehr handelt. Kopietz: "Soll jetzt die Feuerwehr die Polizeigewalt übernehmen? Ohne an der Kompetenz der Feuerwehr zu zweifeln, stellt sich die Frage, ob Klucsarits und Ulm das tatsächlich ernst meinen!"****

Kopietz ging in der Folge auf die "inakzeptablen Arbeitsbedingungen" der Wiener Sicherheitsleute ein: Strasser habe die Sicherheitswache und Kriminalpolizei so stark dezimiert, dass sie - verständlicherweise demotiviert - nur noch das Notwendigste tun könnten. "Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie mit völlig veralteter Ausrüstung ihr Auslangen finden müssen!, so Kopietz, der berichtete, dass viele Dienstautos bereits mehr als 250.000 Kilometer am Tachometer hätten, Uralt-PCs reaktiviert werden müssten und Wachzimmer teilweise derart schlecht ausgestattet seien, dass sie die Bezeichnung "Zimmer" nicht mehr verdienten. Als besonders bedenklich bezeichnete der Landesparteisekretär die Tatsache, dass aufgrund der Strasser'schen Sparmaßnahmen durchschnittlich nur noch 600 Polizisten am Tag, in der Nacht gar nur noch 400 ihren Dienst versehen könnten.

Der Landesparteisekretär betonte außerdem, dass die Stadt Wien in verschiedenen Sicherheitsbereichen für den Bund einspringe: So übernehme Wien heuer erneut die Finanzierung von 50 Zivildienern, um so den Wiener Kindern sichere Schulwege zu garantieren. "Dabei wäre es gerade bei der Schulwegsicherung besonders wichtig, dass Polizisten zu sehen sind. Deren Anwesenheit auf der Straße würde im Gegensatz zu den absurden ÖVP-Vorschlägen tatsächlich das subjektive Sicherheitsgefühl der Wiener erhöhen", so Kopietz, der kritisierte, dass die Polizisten mittlerweile mit "überbordenden Schreibarbeiten" eingedeckt seien und so kaum mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit -dem für die Bevölkerung so wichtigen Sicherheitsdienst auf der Straße - fänden.

"Anstatt aus eigenen Fehlern zu lernen und eine Umkehr seiner gescheiterten Sicherheitspolitik einzuleiten, schickt Strasser nun seine Parteifreunde vor, um absurde Forderungen zu stellen", kritisierte Kopietz abschließend und bezeichnete dieses Agieren des Innenministers als "schamloses Verhalten eines völlig überforderten ÖVP-Ministers, der sich zur Sicherheit der Bevölkerung so schnell wie möglich aus seinem Amt verabschieden sollte". (Schluss) ah

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-235
wien.presse@spoe.at
http://www.wien.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW0001