LH Haider: Kärnten hat große Chance, sich bei Medizintechnik zu profilieren

Neues FH-Gebäude für Medizinische Informationstechnik in Klagenfurt eröffnet

Klagenfurt (LPD) - Das neu errichtete Gebäude für den Studiengang "Medizinische Informationstechnik" der Fachhochschule (FH) Technikum Kärnten am Standort Klagenfurt wurde heute direkt neben dem FH-Gebäude für Telematik/Netzwerktechnik (Technologiepark) offiziell eröffnet. Landeshauptmann Jörg Haider betonte den hohen Aufwand des Landes sowohl im Bildungs- als auch im wirtschaftlichen Bereich, um die nötigen Weichenstellungen hin zu einer "Wissensgesellschaft" zu realisieren. So gebe es Kompetenzerweiterungen bei der Universität ebenso wie zukunftsorientierte Schwerpunktsetzungen im Bereich der Fachhochschulen. Gerade auch der in Aufbau begriffene Lakeside-Softwarepark in Klagenfurt zeige die hochtechnologische Ausrichtung und sei beispielhaft.

Kärnten setze mit vielen Initiativen auf neue wirtschaftliche Strukturen, weg von der Strategie "der verlängerten Werkbänke". Die Firma Kapsch, die beim Aufbau des Mautsystems (Roadpricing) wesentlich mitwirkt, werde sich beispielsweise im Lakeside-Softwarepark niederlassen. Die Verlagerung des automotiven Bereiches des Unternehmens Infineon von Bayern nach Kärnten zeige, dass Kärnten gerade auch mit seinen qualifizierten Facharbeitern auf dem richtigen Weg sei.

Forschung und Entwicklung gerade auch in der Medizintechnik sei ein Wachstumssegment. Kärnten habe hier die große Chance, sich zu profilieren. In diesem Zusammenhang erwähnte Haider das Riesenprojekt des "Krankenhaus neu" in Klagenfurt sowie die Möglichkeit zur Entwicklung eigener exportfähiger Produkte.

Der seit drei Jahren laufende FH-Studiengang unter der Leitung von Dipl. Ing. Dr. Thomas Klinger zählt zurzeit 120 Studierende. Diese Zahl müsse weiter erhöht werden, so Klinger. Er sagte, dass dieser Studiengang sich im Rahmen des FH-Angebotes als besonders attraktiv darstelle. Kooperationen gebe es mit zahlreichen prominenten Fachhochschulen wie etwa in Jena und Hamburg und renommierten Firmen.

Technikum-Vorstandsvorsitzender Hans Peter Haselsteiner bekannte sich zum Ausbau des Fachhochschulwesens in Kärnten und sagte, dass es nicht um Eifersüchteleien, sondern um Kooperationen zwischen Universität und Fachhochschulen gehen müsse. Die Baukosten für das FH-Gebäude im Klagenfurter Technologiepark wurden mit 2,2 Mio. Euro angegeben. Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher und Stadtrat Dieter Jandl hoben ebenfalls die Bedeutung des Fachhochschulstandortes Klagenfurt hervor. Unter den Festgästen befanden sich auch Uni-Rektor Dr. Günter Hödl, Landtagspräsident Jörg Freunschlag und Landesschulratspräsident Heiner Zechmann.
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