ÖAMTC: Bahnübergänge werden oft zur Todesfalle

Der Club mahnt zu Vorsicht an Eisenbahnkreuzungen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Am vergangenen Wochenende gab es drei Unfälle mit zum Teil verheerenden Auswirkungen auf Eisenbahnkreuzungen. Dabei wurden zwei Personen getötet, zwei weitere wurden schwer verletzt. "Vor allem an unbeschrankten Eisenbahnkreuzungen kommt es immer wieder zu Fehlverhalten", warnt ÖAMTC-Verkehrstechniker Roman Michalek.

Der ÖAMTC rät daher, vor Bahnübergängen zur besonderen Vorsicht und zu bedenken, dass ein Zug einen um ein vielfaches längeren Bremsweg hat. "Zugunfälle haben fast immer schreckliche Folgen, daher ist richtiges Verhalten vor allem an Eisenbahnkreuzungen ohne Schrankenanlage oberstes Gebot und dient in erster Linie dem Selbstschutz", so Michalek.

Der ÖAMTC-Experte hat die wichtigsten Verhaltensregeln zusammengefasst:

  • Auch wenn eine Ampel vor dem Bahnübergang noch nicht rot leuchtet, sondern erst blinkt bzw. gelb anzeigt, muss man schon stehen bleiben. Wie bei allen Ampelanlagen sollte man sich aber nicht gänzlich auf das Signal verlassen, sondern sich dem Bahnübergang mit Vorsicht nähern.
  • Ist die Eisenbahnkreuzung mit einem Stopp-Schild und einem Andreaskreuz gesichert, muss unbedingt angehalten und auf einen Pfeifton des Zuges geachtet werden. "Ganz wichtig ist es an derartigen Übergängen das Radio leiser zu drehen und das Gebläse auszuschalten, da man das Pfeifsignal des Zuges sonst überhören kann", betont ÖAMTC-Experte Michalek.
  • An Bahnübergängen, an denen lediglich eine Geschwindigkeitsbeschränkung verordnet ist, ist das vorgeschriebene Limit auf jeden Fall einzuhalten, da sonst ein herannahender Zug nicht rechtzeitig erkannt wird und das Fahrzeug nicht mehr angehalten werden kann.

Sind im stark befahrenen Straßennetz Eisenbahnkreuzungen mit Schrankenanlagen gesichert, gibt es im Gegensatz dazu vor allem im untergeordneten Netz zahlreiche unbeschrankte Übergänge. "Wir appellieren daher nochmals eindringlich an die Kraftfahrer, zum Selbstschutz vor diesen Übergängen besondere Vorsicht walten zu lassen. Auch wenn man glaubt, eine Strecke zu kennen, sollten Gefahrenstellen wie Bahnübergänge besonders beachtet werden", so Michalek abschließend.

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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