ÖAMTC-Erhebung: 40 Prozent der Autolenker pfeifen auf den Gurt

Gemeinsam mit dem ORF Wien geht es den Gurtmuffeln an den Kragen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der Gurt ist Lebensretter Nummer 1, dennoch verzichten noch immer viele Wiener auf diese wichtige Sicherheitseinrichtung im Auto. Das hat eine Ende September vom ÖAMTC durchgeführte repräsentative Erhebung unter 5000 Wienerinnen und Wienern ergeben. Die Ergebnisse sind bestürzend: Knapp 40 Prozent der Autolenker sitzen unangeschnallt hinter dem Lenkrad. Beinahe die Hälfte aller Beifahrer ist ungesichert unterwegs. Im Fond verzichten sogar 80 Prozent auf den Gurt. "Besonders besorgniserregend ist, dass sogar 40 Prozent der Kinder von ihren Eltern im Auto nicht gesichert mitgeführt werden", sagt ÖAMTC-Verkehrssicherheits-Experte Roman Michalek.

Besonders große Gurtmuffel sind Männer. Nur knapp mehr als die Hälfte der Lenker legt den Gurt an. Lediglich 40 Prozent der Männer schnallen sich auf dem Beifahrersitz an. Im Vergleich dazu zeigen Frauen ein größeres Sicherheitsbewusstsein: Drei Viertel aller weiblichen Lenkerinnen greifen zum Gurt. Unter den Beifahrerinnen sind zwei von drei Frauen angegurtet, zeigt die ÖAMTC-Erhebung.

Die alarmierenden Resultate zwingen zum Handeln: Der Club startet deshalb heute, Montag, gemeinsam mit Radio Wien und Wien heute eine Verkehrssicherheitsaktion. Ziel ist, die Anschnall-Moral der Wiener durch bewusstseinsbildende Maßnahmen zu heben. Bis 17. Oktober werden die Wienerinnen und Wiener über die Risiken des ungesicherten Unterwegsseins aufgeklärt.

Welche Folgen das Fahren ohne Gurt im schlimmsten aller Fälle nach sich ziehen kann, zeigt die Unfallstatistik: "Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, ist für einen nicht angegurteten Pkw-Lenker vier Mal höher als für einen angegurteten", bringt Michalek die Notwendigkeit der Verkehrssicherheitsaktion auf den Punkt. Außerdem räumt der ÖAMTC-Experte mit einem noch immer gängigen Irrtum auf: Viele meinen, dass man gerade wegen des Gurtes tödlich verunglücken könnte. Laut Statistik wurde nur ein Prozent der angegurteten Unfall-Lenker getötet, allerdings starben im vergangenen Jahr mehr als sieben Prozent der nicht angeschnallten Lenker an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

Übrigens: Wer glaubt, durch den Airbag bestens geschützt zu sein und daher auf den Gurt verzichten kann, irrt. Nur in Verbindung mit dem Sicherheitsgurt entfaltet der Airbag seine volle Wirkung. "Das Verwenden des Sicherheitsgurtes dient dem Selbstschutz und bedeutet einen enormen Sicherheitsgewinn für alle Fahrzeuginsassen. Diese Aktion soll das Sicherheitsbewusstsein schärfen, weil die Sicherheit der Autofahrer am Herzen liegt, erklärt ÖAMTC-Verkehrssicherheits-Experte Roman Michalek.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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