Broukal: Was weiß Grasser sonst alles nicht?

Abputzen an "Beratern" einmaliger Vorgang

Wien (SK) Jetzt sei es amtlich. Österreich habe einen Finanzminister, der die ihn betreffenden Gesetze nicht kennt, erklärte SPÖ-Abgeordneter Josef Broukal am Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Bitte nachlernen, Herr Minister, aber nicht auf der Regierungsbank", forderte Broukal. Grasser solle sich ein Beispiel an der früheren ÖVP-Umweltministerin Marielies Flemming nehmen. Die trat 1991 zurück, weil sie eine stille Beteiligung an der Firma ihres Mannes nicht gemeldet hatte. Grasser will bleiben, obwohl er höchst aktiv selbst Aktien gekauft und wieder verkauft hat. ****

"Grassers Rechtfertigungen werden immer peinlicher", konstatierte Broukal. Die ÖVP solle sich an das klare Vorbild von Frau Flemming halten und ihrem Finanzminister den Rücktritt nahe legen. "Die ÖVP soll aufhören, Grassers persönliche Verfehlungen weiter zu decken", forderte Broukal.

Anfrage zu Grassers "Beratern"

Wer sind die "Berater", die Grasser so schlechte Rechtsauskünfte geben, fragte Broukal. "Bei welchen anderen Themen haben sie ihn noch 'beraten'- und wie viel Steuergeld haben sie dafür bekommen?" Die SPÖ werde das in einer schriftlichen Anfrage an den Finanzminister herausfinden. "Man wird sehen, ob noch Grasser sie beantwortet oder schon sein Nachfolger" so Broukal abschließend. (Schluss) up/bw

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