Haidlmayr: Zivildienst-Arbeitsgruppe nimmt Tätigkeit auf

Ergebnisse werden der Bundesheer-Reformkommission zur Verfügung gestellt

Wien (OTS) Die jüngst eingerichtete Zivildienst-Arbeitsgruppe zur Reform des Zivildienstes, bestehend aus Trägerorganisationen und Grünen, hatte ihre ersten Gespräche. "Wir sind uns über den großen Reformbedarf einig", sagt die Zivildienstsprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr. "Die derzeitigen Probleme und künftigen Herausforderungen sind klar. Jetzt gehen wir in Zusammenarbeit mit Zivildienern und Trägerorganisationen daran, sie zu lösen. Wir machen den Zivildienst zukunftstauglich. Dabei geht es uns primär darum, endlich die Benachteiligung des Zivildienstes gegenüber dem Präsenzdienst zu beenden. Einen zweiten wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit bildet unsere langjährige Forderung nach Abschaffung der Zwangsdienste. Die Perspektive einer Abschaffung der Wehrpflicht und damit auch das Ende des Zivildiensts rückt immer näher. Die derzeitigen Leistungen von Zivildienern sollen in diesem Fall natürlich weiter erbracht werden. Dies gilt sowohl für das Inland als auch für die wichtigen Leistungen des Zivilersatzdienstes im Ausland. In beiden Bereichen sind Zivildiener derzeit unabkömmlich. Viele Leistungen wären ohne sie nicht mehr aufrechtzuerhalten. Bei der hoffentlich bevorstehenden Abschaffung der Wehrpflicht würden uns derzeit schlicht und einfach die Arbeitskräfte fehlen. Es geht also darum, ein Modell für die Abschaffung der Wehrpflicht bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der derzeit von Zivildienern erbrachten Leistungen zu entwickeln", so Haidlmayr weiter.

"Seit jeher sind wir die einzigen, die die Probleme der Zivildiener wirklich ernst nehmen. Das Ergebnis unserer Arbeitsgruppe wird daher von großem Wert für die Bundesheer-Reformkommission sein. Im Gegensatz zu dieser binden wir nämlich Zivildiener und Trägerorganisationen ein, also jene, die von jeder Reform der Wehrpflicht direkt betroffen wären. Da es dabei um äußerst wichtige gesamtgesellschaftliche Interessen geht, werden wir unsere Ergebnisse gerne zur Verfügung stellen", so Haidlmayr abschließend.

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