"Thema" am 13. Oktober im ORF: "Melanie und Michaela - Getrennt ins Leben"

Wien (OTS) - Roman Rafreider präsentiert "Thema" am Montag, dem
13. Oktober 2003, um 21.05 Uhr in ORF 2 u. a. mit einem Bericht über die siamesischen Zwillinge, die im AKH getrennt wurden.

Melanie und Michaela: Getrennt ins Leben

Es war eine medizinische Sensation: In der Vorwoche wurden am Wiener AKH siamesische Zwillinge in einer sechs Stunden dauernden Operation getrennt. Die beiden Mädchen waren am Bauch zusammengewachsen, hatten aber Gott sei Dank getrennte Blutkreisläufe. Dadurch war die Operation wesentlich einfacher als bei den bisher letzten prominenten siamesischen Zwillingen Laleh und Ladan, die im Juni die Trennungsoperation in Singapur nicht überlebt hatten. Die Eltern von Melanie und Michaela sind überglücklich, dass sich die beiden gut erholen. In den nächsten Monaten steht den Zwillingen jedoch noch einiges bevor. Mit mehreren Operationen müssen künstliche Darmausgänge eingerichtet und dann wieder rückoperiert werden. In "Thema" schildern die Eltern das bange Warten und Hoffen. Eine Reportage von Andrea Puschl.

Abgezockt - Österreicher im Visier der Mafia

Mit 110.000 Euro in der Tasche wurde ein Pensionistenpaar aus der Steiermark nach Mailand gelockt, nur um dort mit einem gefinkelten Trick ausgeraubt zu werden. Doch die Steirer sind nicht die einzigen Opfer, die einer international agierenden Bande in die Falle gingen. Beim Bundeskriminalamt in Wien sind bereits 72 ähnliche Fälle aktenkundig, Opfer gibt es auch in der Schweiz und Deutschland. Die Bande lockt ihre Opfer, in der Regel Immobilienverkäufer, unter dem Vorwand, sich für deren Häuser zu interessieren, nach Italien. Als "Bedingung" für den Immobilienkauf werden Geldwechselgeschäfte vorgeschlagen. Wenn die ahnungslosen Hausverkäufer mit viel Geld nach Italien kommen, wird das Geld geraubt oder gegen Blüten eingetauscht. Für "Thema" hat Edwin Möser die steirischen Pensionisten getroffen, die um ihre Ersparnisse gebracht wurden, und er war in Italien auf Spurensuche.

Aufenthaltsverbot nach zehn Jahren

Miroslav D. ist vor zehn Jahren aus Ex-Jugoslawien geflohen. Seine körperlichen und seelischen Kriegsverletzungen sind dokumentiert. Trotzdem hat es der Bosnier in Österreich geschafft: Er hat einen fixen Arbeitsplatz, ist glücklich verheiratet und hat, gemeinsam mit seiner Frau, einen Pflegesohn, den das Paar liebevoll betreut. Doch mit den Mühlen der österreichischen Bürokratie hat Herr D. nicht gerechnet: Wegen einiger - längst getilgter - Gesetzesübertretungen soll er jetzt abgeschoben werden. Familienglück zählt offenbar nicht, meint die Hilfsorganisation Asyl in Not. Eine "Thema"-Reportage von Petra Kanduth.

Afghanistan: Gefährliche Mission

Otto Hirsch, Malermeister aus Linz, ist harte Einsätze gewohnt:
allerdings in seinem "Nebenberuf" - als Helfer in den Krisenherden der letzten Jahre: Wo Not am Mann ist, ist Otto Hirsch zu finden. Von seinem bisher gefährlichsten Einsatz ist er nun zurückgekehrt: aus Kundus in Afghanistan. Gemeinsam mit der oberösterreichischen Caritas und mit Spendengeld der Linzer Wirtschaft hat Hirsch im Norden des Landes eine Schule für Mädchen errichtet. Für junge Frauen, die unter den Taliban keinerlei Ausbildung bekamen und die jetzt erstmals in ihrem Leben eine Schule besuchen können. Kundus wird immer noch von Warlords kontrolliert, täglich gibt es Überfälle und Angriffe vor allem auf Ausländer. Trotzdem hat der Linzer Malermeister sein Ziel erreicht, die Schule wurde gebaut und eingeweiht. Für "Thema" hat Roland Huber Otto Hirsch auf seiner gefährlichen Mission begleitet.

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