Geflügelfleisch wurde sicherer - keine Medikamentenrückstände festgestellt

Geflügelgesundheitsdienst gewährleistet höhere Produktsicherheit

Wien (AIZ) - Im Rahmen der jüngsten Untersuchungsserie der Arbeiterkammer bei Hühner- und Truthühnerfleisch auf Rückstände von Tierarzneimitteln konnte festgestellt werden, dass die Produkte völlig frei von Rückständen sind. Der Obmann des Geflügelgesundheitsdienstes, Heimo Laßnig, sieht in diesem tadellosen Untersuchungsergebnis eine Bestätigung für die Strategie, durch konsequentes Herdenmanagement in den Geflügelbetrieben und einem geregelten Betreuungsverhältnis zwischen Geflügelhalter und Tierarzt, die Gesundheit der Bestände zu verbessern und damit auch die Notwendigkeit des Medikamenteneinsatzes zu reduzieren. "Die bestmögliche Sicherung der Eier- und Geflügelfleischqualität muss zügig vorangetrieben werden. Die enge Kooperation zwischen Geflügelgesundheitsdienst QGV und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit zum Wohle der Konsumenten erweist sich als richtig und wird weiter intensiviert werden", so Laßnig.

Richtiger Weg bestätigt

"Die gemäß dem neuen Tierarzneimittelkontrollgesetz bereits erfolgte Anerkennung der Österreichischen Qualitätsgeflügelvereinigung (QGV) für die Bundesländer Kärnten, Steiermark, Burgenland und Niederösterreich, Salzburg und Oberösterreich bestätigt die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges", so der Obmann. "Die vertikale Qualitätssicherung vom Elterntier bis zum Produkt im Supermarkt muss konsequent weiterverfolgt werden", betont Laßnig und fordert als weitere dringende politische Maßnahme "die rasche Schaffung einer Impfpflicht-Verordnung gegen Salmonellen bei Junghennen sowie die entsprechenden Rahmenbedingungen".

Salmonelleninfektionen durch Geflügelfleisch zurückgegangen

Im Geflügelfleischsektor ist durch die flächendeckende Impfung der Elterntierherden, durch Einstelluntersuchungen und weitere Maßnahmen die Häufigkeit der Salmonelleninfektionen deutlich zurückgegangen. Der Geflügelgesundheitsdienst ist daher derzeit bestrebt, ein konzipiertes Sicherheitsprogramm für den Eisektor möglichst rasch umzusetzten, welches auf den Erfahrungen aus dem Geflügelfleischbereich aufbaut. "Je rascher die Maßnahmen umgesetzt werden, desto eher wird der erwartete Salmonellenbekämpfungserfolg erzielt und das vorrangige Ziel der umfassenden Lebensmittelsicherheit erreicht", betont Laßnig.

Sicherheit durch dokumentierte Rückverfolgbarkeit

Für den Geflügelgesundheitsdienst QGV ist die geschlossene Qualitätssicherungskette schon seit zwei Jahren kein Schlagwort mehr, sondern Realität. Mit Hilfe eines österreichweiten elektronischen Datenverbundes werden alle Tierbestände, Untersuchungen, Befundergebnisse, Krankheiten, Impfungen, Medikamenteneinsätze sowie auch sämtliche Kontrollen tagesaktuell elektronisch protokolliert. Die Brütereien oder die Schlachtbetriebe haben ebenso eine Dokumentationspflicht wie die Tierärzte. Alle Daten laufen in einer zentralen Datenbank bei der QGV zusammen und werden hier überwacht und bearbeitet. Dem Geflügelgesundheitsdienst gelingt es dadurch sicherzustellen, dass Probleme rascher erkannt und schneller behoben werden können. "Die Gesunderhaltung der Geflügelbestände und die Sicherung des Wohlbefindens aller Herden ist die beste Strategie zur Sicherung und Verbesserung der Qualität der Eier sowie der Ei- und Geflügelfleischprodukte. Das aktuelle Ergebnis der von der Arbeiterkammer in Auftrag gegebenen Untersuchung auf Rückstände bei Geflügelfleisch belegt die Richtigkeit unserer Bemühungen", betont Obmann Laßnig.

Weitere Programmbemühungen und Forderungen des Geflügelgesundheitsdienstes

Für die nächste Zeit stehen neben der Umsetzung der Salmonellenbekämpfungsstrategie für den Konsumeibereich, die Einführung eines Campylobacter-Bekämpfungsprogramms, ein österreichweites Antibiotika-Resistenzmonitoring sowie die Lösung spezifischer Probleme einzelner Geflügelkrankheiten auf dem Arbeitsprogramm der QGV.

Ergebnisse der Arbeiterkammer-Untersuchung

Wie berichtet, wurden im Rahmen der jüngsten AK-Tests in den Monaten Juli bis September 2003 insgesamt 20 Fleischproben (Hühnerfilet, Hühnerbrust, Truthahnbrust, Hendlkeulen, Putenschnitzel u. a.) untersucht. Die Fleischproben stammen von allen am Markt vertretenen Geflügelschlachtbetrieben und wurden bei sämtlichen Handelsketten gezogen.

Das QLAB Austria untersuchte das Geflügelfleisch auf insgesamt 33 Stoffe aus folgenden Wirkstoffgruppen: verbotene Stoffe wie Chloramphenicol, Furazolidon, auf Kortikoide (zum Beispiel Glucocortikosteroide) sowie Stoffe mit antibakterieller Wirkung wie Chemotherapeutika (Sulfonamide), Antibiotika (Makrolide, b-Lactame, Tetracycline, Chinolonderivate) und schließlich Kokzidiostatika beziehungsweise Leistungsförderer.
Bei keinem Produkt konnten Rückstände festgestellt werden. (Schluss)

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