Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank: 13.10. bis 17.10.2003

Wien (OTS) - Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank: 13.10. bis 17.10.2003

USD je EUR Euribor 3m Dt.Bund 10y ATX DAX DJ Ing. 10.10.03 1,173 2,13 % 4,24 % 1378,5 3505,1 9680,0 03.10.03 1,171 2,13 % 4,12 % 1356,9 3308,3 9487,8 Veränd. -0,17 0,00%pkte 0,12%pkte 1,59 % 5,95 % 2,03 %

Die für die Märkte wichtigsten Wirtschaftsdaten, die in der letzten Woche veröffentlicht wurden, fielen mehrheitlich gut aus. Die erfreulichsten Nachrichten kamen hierbei vom US-Arbeitsmarkt. Bereits die US-Arbeitslosenrate für September hat den Markt mit gegenüber dem Vormonat unveränderten 6,1 Prozent positiv überrascht. Erwartet wurde ein Anstieg auf 6,2 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft ist im selben Monat sogar zum ersten Mal seit acht Monaten wieder gestiegen. Auch die kürzlich veröffentlichten wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis 4. Oktober waren mit 382.000 erfreulicher als erwartet.

In dieser Woche steht eine Vielzahl von Wirtschaftsdaten auf dem Programm. In den USA werden Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion, Philadelphia Fed Index und University of Michigan Konsumentenvertrauen veröffentlicht. Zusätzlich präsentiert die US-Notenbank das neue Beige Book. In Euroland gibt es Zahlen zur Inflation und in Deutschland den ZEW Konjunkturklimaindex. Die Mehrzahl der Daten sollte sich leicht verbessern.

Die Aktienmärkte präsentierten sich in der letzten Woche freundlich. Mit einem Plus von fast 6 Prozent fiel das Kursplus vor allem beim volatilen DAX, der mittlerweile wieder die Marke von 3500 überwinden konnte, beträchtlich aus. Bereits die überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten verliehen den Konjunkturoptimisten und damit den Aktienkursen wieder Auftrieb. In weiterer Folge hat sich die Stimmung an den Märkten mit den ersten Quartalszahlen der Unternehmen weiter verbessert. Bereits der US-Aluminiumproduzent Alcoa, der traditionellerweise die neue Berichtssaison einläutet, hat die Markterwartungen übertroffen. In weiterer Folge präsentierten auch Yahoo, Genentech und Juniper deutliche Ergebnisverbesserungen. Eine Woche früher als zuvor angekündigt, hat auch die deutsche SAP ihre Quartalszahlen präsentiert und den Markt mit einem überraschend guten Ergebnis erfreut. Wir erwarten auch in dieser Woche mit weiterhin guten Quartalsergebnissen ein freundliches Umfeld für die Aktienmärkte und steigende Kurse.

Mit dem gestiegenen Konjunkturoptimismus sind in der letzten Woche die Anleiherenditen sowohl in den USA als auch in Euroland angestiegen. In dieser Woche erwaten wir eine Seitwärtsentwicklung. Nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase haben sich die guten US-Arbeitsmarktdaten positiv auf den US-Dollar ausgewirkt. Aktuell notiert der USD im Verhältnis zum Euro wieder etwa auf dem selben Niveau wie vor einer Woche. In dieser Woche erwarten wir einen etwas stärkeren Dollar im Verhältnis zum Euro.

Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang des Ölpreises (Brent) auf unter 29 US-Dollar je Barrel im Zuge der Absage des geplanten Generalstreiks beim Ölproduzenten Nigeria, nachdem die Benzinpreiserhöhung dort wieder rückgängig gemacht wurde, stieg der Ölpreis in der letzten Woche erstmals seit Ende August wieder über die Marke von 30 US-Dollar. Hauptverantwortlich dafür waren gesunkene US-Heizölvorräte.

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