Leitl regt bei Italiens Industrieminister Marzano gemeinsame Initiative zu Brenner-Basistunnel an

EU-Chance einer 30-prozentigen Kofinanzierung nutzen

Wien (PWK682) - Eine gemeinsame Initiative von Österreich und Italien zur Realisierung des Brenner-Basistunnels forderte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und des Wirtschaftsbundes, gestern im Rahmen eines Arbeitsgesprächs mit dem italienischen Industrieminister Antonio Marzano in Rom. "Europa investiert viel in den Ausbau der Ost-West-Verbindungen, doch die Nord-Süd-Verbindungen werden sträflich vernachlässigt. Initiieren wir doch im Rahmen der italienischen EU-Ratspräsidentschaft ein gemeinsames Projekt zwischen Österreich und Italien und nutzen wir die Chance, von der EU eine 30-prozentige Kofinazierung zu bekommen", sagte Leitl.

Ein sofortiger Beginn dieses Projekts wäre ein wichtiges wirtschaftspolitisches Signal für Europa, würde Europa auf das zunehmende Verkehrsgeschehen besser vorbereiten, dem Umweltgedanken und damit dem Wunsch vieler betroffener Menschen entsprechen und wäre damit ein Zeichen für die Handlungsfähigkeit Europas. Leitl: "Genug der Worte, jetzt müssen Taten folgen und zwar sofort." Leitl regte an, dass die zuständigen Infrastrukturverantwortlichen Italiens, Deutschlands und Österreichs unter Einbeziehung der Verantwortlichen in der EU dazu sofort einen Zeit- und Ablaufplan festlegen. Leitl:
"Ein weiteres Zögern wäre unverantwortlich.”

"Außerdem setzte sich Leitl im Gespräch mit Marzano für die Harmonisierung der Infrastruktur-Tarifizierung in der Europäischen Union ein. "Der Fleckerlteppich an unterschiedlichen Mautgebühren erinnert mehr an das Raubrittertum des Mittelalters als ein europäisches Wirtschaftsgebiet im 21. Jahrhundert”, kritisierte Leitl, der von einer mehr als 20-köpfigen Delegation des Wirtschaftsbundes begleitet wurde.

Industrieminister Marzano sagte Leitl in den angesprochenen Punkten seine grundsätzliche Unterstützung zu. Marzano und Leitl waren sich einig, dass das "Chaos an Mautgebühren in Europa" faktisch einer Wiedereinführung der Zölle gleichkommt.

Der Wirtschaftskammer- und Wirtschaftsbund-Präsident wies abschließend darauf hin, dass eine Reihe bilateraler Probleme zwischen Österreich und Italien gelöst werden könnten, wenn das "Mega-Projekt Brenner-Basistunnel” gemeinsam in Angriff genommen wird. (SR)

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