Rauch-Kallat: Frauen für Frauen - Solidarität für Afghanistan

Österreicherinnen leisten Friedensarbeit und unterstützen Bildungsprojekte für Afghanistan

Wien, 10. Oktober 2003 (ÖVP-PD) "Eine Benefiz-Gala der Initiative 'Frauen für Frauen', die ich ins Leben gerufen habe und die mittlerweile als überparteilicher Verein zur Förderung der Friedensarbeit in Krisengebieten organisiert ist, erbrachte 43.000 Euro als Startkapital. Mit Antritt meines Ministeramtes habe ich den Vorsitz bei 'Frauen für Frauen' an meine bisherige Stellvertreterin und Projektleiterin, Frau Mag. Theresa Philippi, übertragen", sagte heute, Freitag, Gesundheits- und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat bei einer Pressekonferenz zum Thema "Solidarität mit Afghanistan -Österreichische Initiativen - Schutz der Kulturgüter -Friedensarbeit" u.a. mit der afghanischen Frauenministerin Sarabi.

"Frauen für Frauen" wolle "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten und den Frauen in Krisenregionen neben der Vermittlung grundlegender Kenntnisse zu einer verbesserten Lebensbewältigung auch den Zugang zur politischen Bildung, zu Management und Verwaltungskompetenz und zu internationalen Frauennetzwerken ermöglichen, um das politische Standing von Frauen und die Gestaltung der Öffentlichkeit durch Frauen zu stärken. Aufgrund der völligen Zerstörung von Infrastruktur und Bildungswesen in Afghanistan und wegen der totalen Verbannung der Frauen aus dem öffentlichen Leben, stand und stehe die Aufbauarbeit (Schulstruktur, Lernbehelfe, Lehrerinnenausbildung) im Vordergrund. Eine kleine zivilgesellschaftliche Initiative wie "Frauen für Frauen" brauche daher professionelle Partner, um sein Ziel, durch wirksame Hilfe vor Ort ein Zeichen der Solidarität mit den Frauen in Afghanistan zu setzen, zu erreichen.

Im Juli 2002 ging die Initiative "Frauen für Frauen" mit dem Hilfswerk Austria eine Kooperation zur Unterstützung afghanischer Frauen und Mädchen ein. Das Hilfswerk Austria hat "Frauen für Frauen" die Unterstützung eines bereits im Herbst 2001 in Gang gesetzten Hilfsprojekt in der Region Kunduz, im Norden Afghanistans vorgeschlagen, da das Hilfswerk Austria bereits etablierte Kontakte habe und vor Ort mit der lokalen Frauenorganisation "Kunduz Women Association" kooperiere.

Parallel kooperiere das Hilfswerk Austria mit der Kunduz Women Association, die ca. 1500 Mitglieder habe. Die Vorsitzende der Kunduz Women Asscoiation, Frau Mabuba Jan, ist Direktorin einer Mädchenschule und hat im Jahr 2002 an der Loya Jirga teilgenommen. Mit den von "Frauen für Frauen" gesammelten Spenden wurde das Versammlungslokal der Kunduz Women Association mit den notwendigsten Möbeln ausgestattet, die in der Kunduz Women Association organisierten Frauen erhielten Webstühle und Material für die traditionellen Webereiarbeiten, aber auch Trainings über den Vertrieb ihrer Produkte, Grundlagen der Rechnungswesens und Englischkurse. Die Kurse finden sowohl in der Räumen der Kunduz Women Association als auch bei den Frauen zu Hause statt, um auch jene Frauen zu erreichen, die aufgrund der traditionellen Strukturen nicht zu öffentlichen Versammlungen gehen dürfen, so Rauch-Kallat abschließend.

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Mag. Daniela Reczek, 01/711 00-4378, 0664/611 29 99

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